Wenn’s im Leben anders kommt

Erstellt am 16. Oktober 2012 von

„Das gibt wieder einen Hydrozephalus“, sagte mein Frauenarzt, als ich mit dem zweiten Kind schwanger war. Auf gut deutsch: Wasserkopf. Unsere beiden Söhne Jacob und Cornelius haben das C.R.A.S.H.-Syndrom: Irgendein winziges Teil eines Gens verursacht eine mangelnde Verbindung zwischen beiden Hirnhälften, verzögerte geistige Entwicklung, eingeschlagene Daumen, mehr oder weniger stark ausgeprägte Spastik und einen Wasserkopf. Ganz nebenbei habe ich auch noch Multiple Sklerose. Mein Neurologe rät mir lediglich, mich zu schonen. Wie das funktionieren soll, weiß der Himmel. Ich kann nur hoffen, dass wenigstens der es weiß.

Dieses Buch bringt Sie zum Lachen und treibt Ihnen die Tränen in den Augen: Sabine Zinkernagel erzählt in ihrem Buch Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse – Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern aus ihrem nie langweiligen Leben mit zwei außergewöhnlichen Söhnen – ehrlich und manchmal verzweifelt, immer wieder überraschend und stets augenzwinkernd. Jacob und Cornelius sind eben zwei echte Originale, einzigartig, und sorgen für so manche Überraschung. Wie es im Leben halt so ist: Wenn man nicht nur ihre Schwächen – die „Löcher“ – wahrnimmt, sondern den Blick auch auf die Stärken – den „Käse“ – richtet, gibt’s eine Menge zu entdecken!

Von den außergewöhnlichen Stärken ihrer Söhne, von Türschlossknackern, Sprachjongleuren und großen Musikern erzählt sie lebendig, witzig und ehrlich. In kurzen Geschichten, die auch jeweils für sich gelesen werden können, beschreibt sie Höhen und Tiefen ihres Familienlebens, Schwieriges und Ermutigendes. Und sie schildert ihr ganz persönliches Ringen um neues Vertrauen in Gott.

Es war übrigens Jacobs Idee, dass von jedem verkauften Buch ein Euro an seine Schule, die Förderschule „Am Grünen Grund“ in Bad Belzig, geht: dort wird nämlich gerade eifrig gesammelt für den Bau eines Sport-/Mehrzweckraums, am liebsten aber eine Sporthalle. Machen Sie mit?


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.