Wirtschaft wirkt

Erstellt am 11. Januar 2013 von

Wie man die immer noch und trotz vielerlei Anstrengungen enorm weit verbreitete Armut in dieser Welt überwinden kann, bewegt nach wie vor viele Menschen. Was können wir tun? Einen Ansatz finden wir besonders spannend, nämlich den, Armut mit Wirtschaft zu bekämpfen. Dr. Kim Tan, ein Christ, der nachhaltig von der Lektüre von John Howard Yoders Politik Jesu beeinflusst wurde und als Risikokapitalgeber einer der reichsten Einwohner Großbritanniens wurde, ist diesbezüglich schon lange aktiv. Gemeinsam mit Lord Brian Griffiths, Vize-Vorstand bei Goldman Sachs International, hat er die Broschüre Unternehmen Armutsbekämpfung – Die Bedeutung von Social Venture Capital verfasst.

„Wirtschaft wirkt“ meint auch MEDA, eine international tätige gemeinnützige Organisation, die Menschen in Entwicklungsländern hilft, sich selbst zu helfen. Unternehmer, Selbständige und engagierte Privatpersonen auf der ganzen Welt gehören heute zum Netzwerk von MEDA, das vor 60 Jahren von einer kleinen Gruppe mennonitischer Geschäftsleute in den UA gegründet wurde. Am 8. und 9. März 2013 findet eine Tagung statt, die wie als Verlag unterstützen: Unter dem Motto „Auf Gerechtigkeit setzen“ wird etwa Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher (Club of Rome) sprechen, Dr. Werner Franz aus Paraguay (der sich intensiv mit den Fragen christlicher Ethik im Wirtschaftsalltag beschäftigt) oder das sympathische Ehepaar Käthi und Daniel Zindel-Weber aus der Schweiz („Lieben, leiten, leben“). Natürlich bietet diese Tagung in Bonn die Gelegenheit, Näheres über die Arbeit von MEDA zu erfahren – und jede Menge spannende Leute zu treffen. Ich bin dabei!

Noch mal zu Kim Tan: Gut möglich, dass er dieses Jahr auf dem Evangelischen Kirchentag im Mai in Hamburg zu erleben ist. In Nordamerika war er bereits als Redner bei einer MEDA-Jahrestagung, und vom 28. bis 31. Januar 2013 ist er bei der „Pastors Week“ des Anabaptist Mennonite Biblical Seminary (AMBS) in Elkhart, Indiana, USA dabei. Thema: „The Spirit of the Lord is upon us: The immeasurable dimensions of Jubilee“ … Immerhin, sein Buch Das Erlassjahr-Evangelium – Ein Unternehmer entdeckt Gottes Gerechtigkeit gibt es schon mal auf deutsch.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.