Wo Gott mir Sau-na(h) kommt

Erstellt am 8. Januar 2013 von

Fünf Kinder, zwei Jobs, einige Ehrenämter: Das fordert seine Zeit. Der Wecker klingelt früh, den Gute-Nacht-Kuss gibt’s spät. Vorher und nachher ist nicht viel Zeit, und zwischendrin schon gar nicht. Wir beten vor dem Essen, lesen einen Vers. Aber das sind nur „schnelle Happen“.

Zum Glück „muss“ ich von Berufs wegen predigen – und ohne Bibel und Gebet geht das nicht. Diese Vorbereitung tut mir selber mindestens so gut wie meiner Gemeinde.

Meine größte geistliche Quelle zapfe ich so alle zwei Wochen an: Ich gehe in die Sauna. Drei bis vier Stunden. Ich schwitze, schwimme, ruhe aus – und merke, wie mit dem Körper auch die Seele runterfährt. Ich komme zur Ruhe und werde offen für Gottes Reden. Meistens nehme ich ein Buch mit, manchmal die Bibel.

Oft bin ich aber auch einfach nur still – bete leise für alle meine Anliegen und merke nach einer Weile, dass mir die Worte ausgehen. Es ist alles gesagt. Plötzlich fallen mir Lieder ein, Bibelverse, Bilder von meiner Frau und meinen Kinder. Große Dankbarkeit erfüllt mich. Ich bete wieder. Ein Lobpreis beginnt. Werde wieder still. Es ist ein inniger Dialog mit Gott, der viel Kraft schenkt für den Alltag.

Uwe Heimowski


Kommentare sind geschlossen.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.