Down-Syndrom im Fernsehen

Erstellt am 24. Juni 2014 von

Neulich sagte mir jemand, in den Medien werde immer häufiger über Menschen mit Down-Syndrom berichtet. Wenn das so ist, dann ist das natürlich erfreulich – denn die Lobby für außergewöhnliche Menschen (mit oder ohne Down-Syndrom) ist leider hierzulande nicht allzugroß und kann noch ordentlich Unterstützung vertragen.

Immer wieder merken wir, dass dafür persönliche Begegnungen ganz entscheidend sind: Wenn wir einander wirklich als Menschen begegnen, sieht vieles auf einmal ganz anders aus. Und dann wird vieles möglich, was uns vorher undenkbar schien.

Auf dieses Moment geht übrigens Jean Vanier in seinem Büchlein Ich und Du: dem anderen als Mensch begegnen ein.

 

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Vanier, der ja vor 50 Jahren die Arche-Gemeinschaften gegründet hat, in denen Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammen leben, weiß, wovon er spricht, wenn er meint: „Wenn wir einander wirklich begegnen, befähigt uns das, einander zu verstehen. Und dann kann es zu Heilung und zum Frieden kommen.“

Natürlich können Filme keine persönliche Begegnung ersetzen – aber dennoch können bewegte Bilder unsere Bilder im Kopf durchaus verändern.

Deswegen weisen wir Sie heute gerne auf zwei Filme über Tobias Wolf und Simon Federer hin – zwei junge Männer mit Down-Syndrom, die Prof. Dr. Holm Schneider in seinem Buch „Was soll aus diesem Kind bloß werden?“ 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom vorstellt:

 

Sehen Sie hier einen Filmbeitrag des MDR über Tobias Wolf, „Deutschlands ersten Lehrer mit Down-Syndrom“.

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Und hier können Sie sich einen Film des Schweizer Fernsehens über Simon Federer anschauen, der im Laufe von zehn Jahren entstanden ist.

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Holm Schneiders Buch wird übrigens – und auch das ist wiederum sehr erfreulich – mit großem Interesse wahrgenommen …

 

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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.