Heimowskis Mutmacher: Das eigentliche Fest

Erstellt am 16. September 2014 von

Am vergangenen Sonntag feierten wir als Gemeinde unser Sommerfest. Es begann um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, danach gab es ein Buffet und schließlich Irish Folk und viele Spielstationen im Garten.

Ich hatte viele Freunde eingeladen. Einer von ihnen stellte mir eine eigentümliche Frage: „Wann beginnt denn das eigentliche Fest?“ Er kam mit Kindern, gemeint hatte er, wann die Spielstationen öffnen.

Mir ging seine Formulierung noch eine Weile nach. Was ist das, „das eigentliche Fest“? Ist es der Gottesdienst am Anfang? Ich meine, wir sind ja immerhin eine Kirche, da ist der Gottesdienst ein Kernelement des Gemeindelebens und keineswegs bloßer Zierrat.

Oder ist es das Buffet? Gutes Essen, und in diesem Fall eine riesige Auswahl an internationalen Speisen, das war schon eines großen Festes würdig. Oder war es das ungezwungene, musikalisch beschwingte Toben und Spielen und Hüpfen und Plaudern und sich messen bei Wettspielen und Brettspielen?

Was ist das „eigentliche Fest“? Nichts von allem. Sondern alles zusammen.

Das wirkliche Leben und auch den lebendigen Glauben kann man nicht in Scheibchen schneiden und diese nach Wichtigkeiten sortieren. Die letzten Worte von Jesus an seine Jünger lauten: „Siehe, ich bin bei euch, jeden Tag.“ „Gott ist gegenwärtig“, singen wir im Kirchenlied. Gott wohnt im Lachen der Kinder und im Gesang der Gemeinde. In der Vielfalt der Sinne („sehet und schmecket, wie freundlich der Herr ist“, lesen wir in den Psalmen) und der Einfalt der Herzen.

Das ist das „eigentliche Fest“: Gott teilt unser Leben. Tag für Tag. Jeden Moment.

Uwe Heimowski


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.