Dankbarkeit ist meine Botschaft
Sabine Langenbach über ihr Herzensthema
„Aha … Die Dankbarkeitsbotschafterin. Was macht man denn da so?“, mein Gegenüber schaut mich halb belustigt, halb interessiert an, nachdem er meine Visitenkarte betrachtet hat.

Diese Frage und diesen Blick kenne ich! Beides ist für mich eine Steilvorlage, um über mein Herzensanliegen ins Gespräch zu kommen: Dankbarkeit als Lebenshaltung.
Das Thema habe ich mir nicht ausgesucht. Es hat mich gefunden, mitten in einer schweren Lebensphase.
1998 kam unser zweites Kind auf die Welt. Die große Freude über unsere Birte wurde von Sorgen überschattet: Birte hat keine Augen. Kein Arzt konnte uns damals sagen, ob sie noch weitere Behinderungen haben und was das für ihre Entwicklung bedeuten würde. Das alles änderte nichts an meiner großen Liebe zu unserer Tochter. Aber nach Danken war mir nicht zumute. Das „Warum?“ blockierte mich. Erst als ich unsere neue Familiensituation angenommen hatte, war der Blick wieder frei für das, wofür ich dankbar sein konnte. Manchmal habe ich es sofort entdeckt, ein anderes Mal musste ich genauer hinsehen.
Im Rückblick habe ich verstanden: Unsere blinde Tochter hat mir die Augen geöffnet fürs Dankbarsein in jeder Lebenslage. Ohne sie wäre ich heute nicht die Dankbarkeitsbotschafterin.
Dieses Mandat habe ich im Frühjahr 2020 für mich angenommen. Der erste Corona-Lockdown erhitzte die Gemüter. An allen Ecken und Enden wurde noch lauter gemotzt und gemeckert als sonst. Das ging mir auf die Nerven. Ich wollte etwas dagegensetzen. Darauf aufmerksam machen, dass es auch in allem Unverständlichen, Beängstigenden, Traurigen immer noch genug Gründe gab, wofür man dankbar sein konnte. Angefangen beim Frühling, der sich auch von einer Pandemie nicht vertreiben ließ, bis zur modernen Technik, die es uns ermöglichte, weiterhin in Kontakt zu bleiben.
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, entwickelte ich innerhalb von einer Woche die Idee für meinen YouTube-Kanal. Der Name sollte sofort deutlich machen, worum es mir geht. Ich überlegte hin und her. Plötzlich kam mir in den Sinn: Dankbarkeit ist meine Botschaft. Und damit war sie geboren – die Dankbarkeitsbotschafterin!
Gott sei Dank – diese drei Worte ziehen sich wie ein roter Faden durch meine kurzen Videos. Für mich ist das keine Floskel. Ich bin überzeugt, dass meine Dankbarkeit ein Gegenüber braucht. Aber in vielen Fällen kann ich keinem anderen Menschen „Danke“ sagen. Wem könnte ich zum Beispiel dafür danken, dass sich etwas genau zum richtigen Zeitpunkt ergeben hat, für den Gesang der Vögel am Morgen? Das sind für mich alles Geschenke vom Chef der Welt – deshalb: „Gott sei Dank“.
Ich möchte Menschen ermutigen, mit der Brille der Dankbarkeit durchs Leben zu gehen. Im Gegensatz zur rosaroten Brille, die nur weichzeichnet und vorgaukelt, es sei alles nicht so schlimm, hilft sie mir – an guten und an schweren Tagen –, das in den Blick zu nehmen, wofür ich dankbar sein kann.
Das habe ich übrigens auch dem skeptischen Visitenkartenleser erzählt.
Sabine Langenbach ist Journalistin und Autorin, vor allem aber ist sie die Dankbarkeitsbotschafterin. Im Neufeld Verlag sind bereits mehrere Adventsbegleiter von ihr erschienen, etwa 24 x dankbar im Advent (in der dritten Auflage lieferbar).
In ihrem neuen Buch erzählt Sabine Langenbach, wie sie vom „Warum?“ zum Dankbarsein gefunden hat.

In kurzen, lebensnahen und manchmal augenzwinkernden Alltagsgeschichten zeigt sie, wie die Brille der Dankbarkeit das Leben leichter macht. Ihre zahlreichen persönliche Impulse und praktischen Tipps helfen dabei, das eigene Leben neu zu sehen:
Dieser Beitrag erscheint demnächst in NEULAND Nr. 3 – dem Magazin für Leserinnen und Leser.

Verleger David Neufeld ist begeistert:
„Mit der Dankbarkeit widmet Sabine Langenbach sich einem genialen Thema – da fühlt sich garantiert niemand bedroht oder unter Druck gesetzt, nun noch mehr leisten oder optimieren zu müssen. Sondern jeder ahnt sofort: Da gibt es etwas zu gewinnen. Hier kann ich für mein eigenes Leben profitieren.
Ich bin sicher: Jeder Mensch möchte am Ende seines Lebens viel lieber eine dankbare und zufriedene Persönlichkeit sein, als griesgrämig aus den Augen zu schauen.
In ihrer ganz eigenen Art und vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte ist Sabine Langenbachs Buch eine herzliche Einladung, uns immer wieder zu entscheiden, anders auf unseren Alltag, auf unser Leben zu blicken. Danke dafür, Sabine!“

