Eine Biografie über mutige Retter
André Trocmé (1901–1971) und Magda Trocmé (1901–1996): Ein französisch-russisch-italienisches Paar, das sich in New York kennenlernt und nach Indien reisen will, um Gandhi zu treffen … Schon diese Geschichte wäre filmreif.
Doch es geht weiter – ganz anders, als die beiden es planen, und mit zunehmender Dramatik. Statt in Indien landen sie nämlich in der tiefsten französischen Provinz, André als Pfarrer, Magda als Lehrerin. Als deutsche Truppen Frankreich besetzen, eröffnen sich ihnen jedoch ungeahnte Möglichkeiten, gerade weil sie „am Ende der Welt“ leben.
Wie aus dem unscheinbaren Luftkurort Le Chambon ein zentraler Ort des Widerstands wurde, erzählt Hanna Schott so lebendig, als wären wir dabei.
Es ist eine Liebesgeschichte, ein zentrales Stück deutsch-französischer Geschichte und nicht zuletzt die Geschichte einer Zivilcourage, die eine ganze Region ansteckte. – Am Ende zählten die einen 3000 Menschen, die vor dem sicheren Tod gerettet worden waren. Die anderen sprachen von mehr als 5000. Nur eins ist bis heute unbestritten: dass die Retter nichts anderes taten, als „einfach ihrem Gewissen zu folgen“.
„Nicht ein einziger Jude, der kam, wurde abgewiesen oder verraten. Doch es dauerte noch Jahrzehnte, bis die Dorfbewohner von dem erzählten, was sie getan hatten – und auch dann taten sie es nur widerstrebend. Sie sagten: ,Wir haben nur das getan, was getan werden musste.’“
Barack Obama erinnerte in einer Rede am am 23. April 2009, dem Holocaust Rememberance Day, an die Dorfgemeinschaft von Le Chambon
„Wie die Trocmés immer wieder der Verhaftung entgingen, wie André Trocmé aus einem französischen KZ entkam, wie ein Haus voller jüdischer Kinder in direkter Nachbarschaft zu einem Lazarett der Wehrmacht überleben konnte — all das liest sich spannend und hat mich angerührt.“
„… Bis Kriegsende haben die Dörfler in den Cevennen mindestens 3.000 Menschenleben gerettet, klug, gastfreundlich und solidarisch. Dies und die Biografie der beiden Initiatoren sind lesenswert und dokumentarisch; beispielhaft für das Leben nach dem eigenen Gewissen.“
Sozialcourage
„Ein lesenswertes Plädoyer für tätige Nächstenliebe!“
Medienprofile (Borromäusverein)








