Erstellt am 4. Mai 2016 von

Als Bono, Frontmann der irischen Rockband U2, vor Jahren die moderne Bibelübersetzung The Message in die Hände bekam, war er baff: „Diese Bibel spricht meine Sprache!“

The Message ist das Werk des amerikanischen Autors Eugene Peterson, inzwischen über 17 Millionen mal verkauft. Bono kannte er nicht, aber er wurde hellhörig, als einer seiner Studenten ihm eine Ausgabe der Musikzeitschrift Rolling Stone unter die Nase hielt, wo Bono von Peterson und seiner Übersetzungsarbeit erzählte.

Bono, der Rocker, wollte Peterson, den Pastor und Autor, treffen. Und der sagte erstmal ab – keine Zeit, muss leider zusehen, dass ich mein Buchmanuskript rechtzeitig abliefere. Doch die beiden kamen in Kontakt, Bono las offenbar auch andere Bücher von Peterson.

Später dann lud er Eugene Peterson und dessen Frau auf ein U2-Konzert ein, das die beiden wohl ziemlich beeindruckt hat. Und schließlich besuchte Bono Ehepaar Peterson in ihrem Haus an einem malerischen See in Montana, traumhafte Kulisse. (Jeder Schriftsteller dürfte von so einem Blick aus dem Arbeitszimmer träumen …)

Über die Freundschaft der beiden gibt es seit wenigen Tagen einen ca. 20-minütigen Film. Darin kann man auch zuhören, wie Bono und Eugene Peterson sich über die Psalmen unterhalten. Wie wichtig es sei, sich Gott ehrlich zuzuwenden – und warum Bono den Psalmautor David liebt …

Offenbar ist im Moment übrigens nur ein Buch von Eugene Peterson auf deutsch erhältlich – „Nimm und iss“ – Die Bibel als Lebensmittel.

Erstellt am 28. April 2016 von

„Hoppla … was ist das denn – Jesus im Rollstuhl? Das geht doch nicht. Obwohl … vor Gott sind alle Menschen gleich“, schrieb das Magazin „Caput“ über das Motiv „Gnadenstuhl“ aus dem Bildband Holy Arrangements – Heilige Inszenierungen (Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2015).

Foto-Künstler Andreas Maria Kahn wählte für seinen Bildband als Medium die Akt-Fotografie. Inspiriert von alten Meistern wie Da Vinci, Michelangelo, Caravaggio interpretiert Kahn biblische Szenen und Personen neu. Auch wenn viele Heilige in Öl auf Leinwand bereits vor Jahrhunderten ebenfalls nackt dargestellt wurden und heute kaum Protest hervorrufen, dürften diese Aufnahmen manchen durchaus provozieren.

 

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Besonders ist allerdings – und deswegen haben wir dieses Buch überhaupt auf den Tisch bekommen –, dass Jesus in diesem Bildband von dem spastisch gelähmten Performancekünstler Roland Walter dargestellt wird. O-Ton Roland Walter:

„Jesus im Rollstuhl. Für viele unvorstellbar. Dabei kam Jesus zu uns auf die Erde, um sich mit dir und mir auf eine Stufe zu stellen. Von daher habe ich mich gefreut, als mich Andreas Maria Kahn gefragt hat, ob ich Jesus darstellen möchte.“

Erstellt am 27. April 2016 von

Seit dem 1. April, kein Scherz, haben wir eine neue Mitarbeiterin an Bord: Johanna Scharf unterstützt uns als Büroassistentin. Sie ist gelernte Bankkauffrau und steigt motiviert in eine neue (und, wie ich finde: überaus spannende) Branche ein. Herzlich willkommen, Johanna, wir freuen uns über Deine Mitarbeit!

Unsere Projektmanagerin und Lektorin Katja Arnold, die das letzte Jahr im Home Office für den Neufeld Verlag und unseren Dienstleistungsverlag Edition Wortschatz tätig war, hat uns leider verlassen und eine neue Anstellung vor Ort angenommen. Danke für Dein Engagement mit Herzblut, Katja, wir wünschen Dir alles Gute!

 

Hier ein aktuelles Gruppenbild mit einem Teil des Neufeld-Teams:

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Von links: Johanna Scharf (Büroassistentin), Maria Löhe (Assistentin des Verlegers) und Ute Kotzbauer (Buchhaltung)

Nicht auf dem Bild sind Dr. Thomas Baumann (Lektorat, Lahr) sowie Lukas Baumann (Lektorat/Korrektorat, Lahr), Tobias und Anna Dyck (Infostände, Backnang) sowie Regina Zitzmann (Reinigung, Schwandorf).

Erstellt am 26. April 2016 von

Uwe Heimowski, ein langjähriger Freund und Neufeld-Autor fast der ersten Stunde, wird am 1. Oktober 2016 neuer Beauftragter der Deutschen
Evangelischen Allianz in Berlin. Er folgt auf Wolfgang Baake, der in den Ruhestand tritt.

 

Uwe Heimowski (51) arbeitete im Anschluss an seine Ausbildung als staatlich anerkannter Erzieher für die Heilsarmee in Hamburg, übernahm danach als Erziehungsleiter die pädagogische Verantwortung eines Jugendheimes mit zwei Förderschulen und baute in Rückersdorf in Thüringen die erste christliche Suchthilfeeinrichtung für minderjährige Jugendliche auf. Er war darüber hinaus als Dozent für Sozial- und Wirtschaftsethik an der Berufsakademie Gera tätig.

Heimowski hat in Hamburg, Basel, Leipzig und Halle Theologie studiert und ist seit 14 Jahren als Gemeindereferent in der Funktion eines Pastors der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gera tätig. Seit 2009 arbeitet er darüber hinaus als Referent für Menschenrechte und Öffentlichkeitsarbeit des Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich aus Chemnitz – auch ein Neufeld-Autor …

Als langjähriges Mitglied im Jugendarbeitskreis und des Konferenzausschusses der Bad Blankenburger Allianzkonferenz ist Uwe Heimowski die Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz bestens bekannt. Zu seinen Ehrenämtern gehört auch die Mitgliedschaft im Vorstand des Christlichen Medienverbundes kep und ein Stadtratsmandat in Gera.

Uwe Heimowski ist verheiratet mit Christine; die beiden haben fünf Kinder im Alter von sechs bis 19 Jahren.

 

Drei Neufeld-Bücher aus seiner Feder möchte ich gerne hier erwähnen:

  • In Brunos Dankeschön wird seine erzählerische Begabung sichtbar. Uwe Heimowski porträtiert hier gesellschaftliche Randsiedler, die ihm während seiner Arbeit bei der Heilsarmee auf der Reeperbahn begegnet sind – und betrachtet sie liebevoll in erster Linie als Menschen. Manche Leser meinen, das sei sein bestes Buch …
  • Seine Verbundenheit mit und Prägung durch die Heilsarmee kommt in seinem Buch Die Heilsarmee zum Ausdruck – einem anerkannten konfessionskundlichen Werk über diese kleine Freikirche mit großer Wirkung.
  • In dem Buch Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag befragt Uwe Heimowski seinen langjährigen Freund und Weggefährten Frank Heinrich zu dessem Weg nach Berlin: Seit 2009 vertritt Frank Heinrich dort die Bürgerinnen und Bürger von Chemnitz.

 

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Wir gratulieren Uwe Heimowski zu der Berufung nach Berlin!

Erstellt am 25. April 2016 von

Das 14. Deutsche Down-Sportlerfestival am 4. Juni in Frankfurt am Main wird wieder ein Sportfest voller Höhepunkte, so der Veranstalter.

Schon der Auftakt ist ein Knaller: Schauspieler Carina Kühne („In aller Freundschaft“) und Joachim Hermann Luger („Lindenstraße“) eröffnen das Frankfurter Festival mit der Nationalhymne. Danach gibt es kein Halten mehr für rund 600 Sportler mit Down-Syndrom, die bei dutzenden Wettkämpfen ihr Können messen.

 

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Unter den 2.500 Zuschauern, die sie dabei anfeuern: Modelscout Peyman Amin sowie die Schauspieler Felicitas Woll (Taunuskrimis, „Berlin, Berlin“) und Tayfun Baydar („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“).

Das Angebot ist wie immer riesig: Sprinten, Werfen, Springen, Fußball, Tischtennis, Judo und Kung-Fu, Tischtennis, 1.000-Meter-Lauf, Golf und sogar Reiten gehören dazu. Ein Basketball-Workshop lädt erstmals zum Dribbeln und Körbe werfen ein. Neu ist auch das Schwimmangebot, das von Olympiasieger Michael Groß betreut wird.

Immer beliebter wird die Geschwisterolympiade, durch die Novartis Stiftung FamilienBande möglich gemacht, die Geschwister von chronisch
kranken und behinderten Kindern in ihren besonderen Familiensituationen unterstützt.

Das Deutsche Down-Sportlerfestival, eine Initiative von Hexal, findet im Sport- und Freizeitzentrum Frankfurt-Kalbach statt. Anmeldungen unter www.down-sportlerfestival.de.

Sehen wir uns dort? Wir sind wieder mit einem kleinen Infostand dabei!

Erstellt am 22. April 2016 von

Wenn die DMG interpersonal (früher: „Deutsche Missionsgemeinschaft“) in Sinsheim am kommenden Sonntag ihr großes Jahresfest feiert, dann präsentiert sie auch das druckfrische Kinderbuch Nachts draußen bei den Skorpionen – Luka-Geschichten aus Afrika, das diese Woche pünktlich in der Edition Wortschatz erschienen ist:

 

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Das Buch ist für „Helden ab 7“ gedacht:

 

„Ob der Schakal wohl weiß, dass wir keine Angst vor ihm haben?“

Ihr merkt schon, Luka lebt in Afrika. Seine Eltern sind Missionare. Er besucht gerne Freunde auf dem Kamelmarkt, beobachtet Sonnenvögel und Antilopen. Zuhause essen sie Ugali (Maisbrei), haben einen echten Esel an Weihnachten, und in ihrer Stadt wird sogar heute noch ein Häuptling um Rat gefragt.

Erlebt mit, wie Luka in Lebensgefahr gerät. Wie er nachts draußen bei den Skorpionen seine größte Mutprobe besteht. Was es mit den vielen Hirten und Ziegen auf sich hat. Und wie es ist, in einem ganz anderen Land zu leben – so richtig!

 

Die DMG ist mit knapp 350 Mitarbeitern in 80 Ländern das größte evangelische Missions- und Hilfswerk in Deutschland. Die Mitarbeiter sind eingebunden in soziale und kirchliche Projekte sowie Aufgaben von über 100 internationalen Partnerorganisationen, Kirchen, Vereinen und Gemeinden.

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit!

Erstellt am 21. April 2016 von

Im Herbst letzten Jahres erschien eine englische Ausgabe unseres anhaltend erfolgreichen Kinderbuches Die Geschichte von Prinz Seltsam. Nicht nur der Verkauf (überwiegend über allgemeine Buchhändler) lief hervorragend an – vor ein paar Tagen haben wir erfahren, dass The Prince Who Was Just Himself eine Auszeichnung erhält.

 

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Unabhängige Verlage (na ja, von unseren Lesern sind wir Verlage am Ende ja alle „abhängig“, mit „unabhängig“ ist wohl gemeint, dass der Verlag nicht Teil eines Konzerns etc. ist) vergeben in den USA die IPPY Awards – und die US-Ausgabe von „Prinz Seltsam“ hat tatsächlich die Bronze-Medaille in der Kategorie Children’s Picture Book Awards gewonnen.

Wir gratulieren unserem Partner Plough Publishing zu dieser besonderen Anerkennung, und natürlich senden wir vor allem herzliche Glückwünsche an die Autorin Silke Schnee und die Illustratorin Heike Sistig. Wir freuen uns!

Erstellt am 20. April 2016 von

„Jesus versöhnt“, heißt das Motto des Christivals, das Anfang Mai in Karlsruhe stattfindet.

Das neue Buch von John Paul Lederach Vom Konflikt zur Versöhnung: Kühn träumen – pragmatisch handeln passt wunderbar dazu.

Karsten Hüttmann, 1. Vorsitzender des Christival, hat beim Vorbereitungskongress für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Marburg zur „Hausaufgabe“ erklärt, dieses Buch zu lesen … Er schreibt:

 

„Selten hat mich ein Buch so hoffnungsvoll gestimmt, dass Versöhnung wirklich möglich ist – egal ob im Großen oder Kleinen. Egal ob zwischen Ländern, Nachbarn oder Familienmitgliedern. Lederach verbindet anschaulich Erfahrungen aus seiner langjährigen Arbeit mit theologischer Reflexion. Ein Buch, das jeder lesen sollte, der sich nach mehr Frieden sehnt.“

 

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Erstellt am 19. April 2016 von

Angesichts all der Entwicklungen um uns her – hier ein Lied zum Thema Menschenwürde:

 

Menschenwürde

 

Menschen wollen, Menschen können,

Menschen schlafen, Menschen rennen.

Menschen dürfen, Menschen müssen,

Menschen fragen und sie wissen.

 

Refrain:

Unser Wesen, unsere Würde,

den Kopf im Himmel, den Fuß auf der Erde,

ein Geschenk des Schöpfers, der sprach: Es werde.

Und es wurden Fleisch und Blut,

und es wurde, und siehe: sehr gut.

 

Menschen lieben, Menschen hören,

Menschen hassen und zerstören,

Menschen zeugen, Menschen nähren,

Menschen hoffen und gewähren.

 

Menschen wohnen, Menschen bauen,

Menschen glauben, sie vertrauen.

Menschen nehmen, Menschen geben,

Menschen sterben, weil sie leben.

Uwe Heimowski

 

Erstellt am 18. April 2016 von

Vor ein paar Tagen ging eine Meldung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die Medien, dass fast zehn Prozent der Menschen weltweit unter Depressionen oder starken Angstzuständen litten.

Das Bundesgesundheitsministerium schreibt:

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Schätzungen zufolge leiden weltweit inzwischen circa 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Bis zum Jahr 2020 werden Depressionen oder affektive Störungen laut Weltgesundheitsorganisation weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein.

 

Auf zwei Bücher zum Thema will ich gerne hinweisen: Rosemarie Dingeldey erzählt in ihrem Buch Es war, als würde ich fallen … von ihrem Leben mit einer bipolaren Störung oder manisch-depressiven Erkrankung (2. Auflage 2014). Sie schreibt:

Ich habe gelernt, mich zu akzeptieren, auch mit dieser Psyche. Diese Veranlagung ist ein Teil von mir, den ich besonders sorgsam behandeln muss.

Und Jean Vanier, Träger des Templeton-Preises und Gründer der Arche-Gemeinschaften, wo Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammen leben, hat mit dem Büchlein Von den Wunden des Herzens einen Wegbegleiter durch Zeiten der Depression (so lautet auch der Untertitel) verfasst.

Depression ist eine schmerzliche Wirklichkeit. Jenseits rein medizinischer Auslöser, ist sie oftmals die Folge verborgener Traurigkeit oder Schuldgefühle: Dunkle Gefühle, die man als Kind vielleicht unterdrückt hat, durchlebt man in Zeiten der Depression noch einmal.

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Einfühlsam schreibt Jean Vanier in diesem Buch über Hintergründe – erhellend für Menschen, die Depressionen aus eigenem Erleben kennen. Zugleich inspiriert Vanier zu Wegen aus dem Dunkel ins Licht. Auch Menschen, die andere durch Zeiten der Depression begleiten, liefert dieses Buch wertvolle Einblicke (2. Auflage 2015).

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.