Am nächsten Mittwoch, 22. Mai 2013, präsentieren Frank Heinrich und Uwe Heimowski ihr druckfrisches gemeinsames Buch in Chemnitz: Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag.
Bundestag ist wie Heilsarmee – nur ein bisschen anders. Zumindest gilt das so für Frank Heinrich. Er ist der erste Heilsarmeeoffizier, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag einzog. Dort engagiert sich der gelernte Sozialarbeiter und Theologe genauso, wie er sich zuvor für die Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt hat. Ganz im Sinn der Heilsarmee: die Liebe greifbar und spürbar leben. Frank Heinrich verfolgt dieses Ziel noch immer, nur an anderer Stelle. Jetzt heißt es für ihn Koalition statt Kleiderkammer, Parlament statt Predigt, Sitzungen statt Suppenküche.
Was hat Frank Heinrich bewogen, aufs politische Parkett zu wechseln? Wie viel Christsein verträgt die Politik überhaupt? Und wieviel Politik verträgt das Christsein? Im Gespräch mit seinem Freund und Weggefährten Uwe Heimowski steht Frank Heinrich offen Rede und Antwort.
Da ist von prägenden Erfahrungen in der Kindheit die Rede, von Freunden und Verrätern im Ostblock, von Führungen und Fügungen. Dieses Buch ist eine authentische Begegnung mit Frank Heinrich, dem Christ und Politiker. Gleichzeitig bietet es Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Arbeit. Ein Buch, das zur verantwortlichen Lebensgestaltung herausfordert.
Die Alpha-Buchhandlung Chemnitz lädt zur Lesung und Buchvorstellung um 19.30 Uhr in der Freien evangelischen Gemeinde Chemnitz. Herzlich willkommen!

Celebrating 150 Years – Die Mennoniten-Brüdergemeinden in aller Welt lautet der Titel des neuesten Buches, das soeben in unserem Dienstleistungsverlag Edition Wortschatz erschienen ist und am Pfingstwochenende gleich auf mehreren Konferenzen präsentiert wird.
Eine ganze Reihe von Autoren beleuchten darin unter der Federführung von Herausgeber Abe J. Dueck auf 369 Seiten die Geschichte dieses Zweiges der Täuferbewegung. 2010 erschien die englische Originalausgabe des Buches unter demselben Titel in Kanada, herausgegeben von der International Community of Mennonite Brethren (ICOMB).
Das Buch ist erhältlich bei:
Buchhandlung Atempause, Engeland Esch 33, D-46325 Borken, Telefon 0 28 62/4 17 96 26, bestellung@atempause-ms.de
Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Brüdergemeinden Deutschland e. V. (AMBD), Falkenstr. 24, D-32791 Lage, Telefon 0 52 32/6 17 70
Bund Taufgesinnter Gemeinden e. V. (BTG), Moritz-Rülf-Str. 5, D-32756 Detmold, Telefon 0 52 31/6 16 62 52, btg@btg-online.de
Mit dem Service unserer Edition Wortschatz stehen wir Autoren, Institutionen oder Firmen gerne zur Seite – von Lektorat und Satz über Umschlaggestaltung, Druck und Vertrieb entlasten wir Sie nach Ihren Wünschen. In diesem Fall haben wir Satz und Druck übernommen.
Sie sind interessiert an einem konkreten Angebot für Ihr Projekt? Sprechen Sie uns an!
Die alte Dame steht kurz vor ihrem neunzigsten Geburtstag. Sie ist noch erstaunlich gut beieinander. Körperlich und geistig. Sie geht spazieren und versorgt sich weitgehend selbst. Und sie hat ein angenehmes Wesen. „Süß und lieb“ nennt es die Schwiegertochter. Klingt pathetisch, doch besser kann man es kaum sagen. Da bewährt sich im Alter, was ein Mensch sein Leben lang gelebt hat: einen lebendigen Glauben und eine nicht minder lebendige, aktive Nächstenliebe. In jungen Jahren heiratete sie einen älteren Witwer mit fünf kleinen Kindern. Der Mann starb bald, sie kümmerte sich um die Familie. Als die Kinder aus dem Haus waren, wurde sie zur „Ersatzmutti“ für eine Reihe von sozial schwachen Familien in der Gemeinde und der Nachbarschaft. Das tat sie gerne – und verzichtete persönlich auf vieles. Ohne Klagen, ohne Murren. Im Gegenteil: voller Dankbarkeit und Zufriedenheit.
Und mit diesem Lebensgefühl lebt sie nun auch im Alter. Natürlich, kleine Marotten gehören jetzt dazu. „Ach, ihr Lieben“, begrüßt sie die Kinder, „seht ihr, wie schön die Blumen blühen? Ich gieße sie auch regelmäßig.“ Verstohlen blinzeln Sohn und Schwiegertochter sich zu: Im Übertopf der Vase mit der Azalee und ihren Blüten steht das Wasser. Es sind prächtig bunte Plastikblumen. Und Oma strahlt.
Soll sie strahlen. Und sich an der Farbe der Blumen freuen. Plastik hin oder her. Und stolz soll sie sein. Auf ihr Leben, auf ihre Hingabe an Gott und die Menschen. Und darauf, dass sie ihre Blumen noch selber gießen kann. Wen stört’s, dass sie nicht mehr so genau hinsieht, ob die Blumen echt oder künstlich sind? Hat sie früher hingeschaut, als sie den Menschen geholfen hat? Hat sie einen Unterschied gemacht zwischen „echt“ und „unecht“ zwischen denen, die es „verdient“ hatten, dass man ihnen hilft, und den anderen? Was sind da schon die Blumen?
Es sind die Kinder und die alten Menschen, die eine Gesellschaft menschlich machen. Sie erinnern uns an die Vielfalt und die Schönheit, aber auch an die Zerbrechlichkeit des Lebens. Und Menschen, die im Alter so zufrieden und glücklich sind, erinnern uns „Mittelalterliche“ daran, die wirklich wichtigen Dinge auch wirklich wichtig zu nehmen. Was ich heute lebe, das bleibt mir auch im Alter.
Uwe Heimowski
Am Mittwoch Morgen, 8. Mai 2013 erlag Dallas Willard, der beliebte Lehrer, Philosophie-Professor, Autor und geistliche Begleiter, einer Krebserkrankung. Seine populär geschriebenen geistlichen Bücher – über 500.000 verkaufte Exemplare – gehören längst zu den Klassikern und prägten auch andere Autoren wie Gordon MacDonald, John Ortberg, Brennan Manning, Richard Foster oder Henri Nouwen. Im Neufeld Verlag ist sein Buch Jünger wird man unterwegs – Jesus-Nachfolge als Lebensstil erschienen. Das war auch ein großes Lebensthema für ihn, dem er sich mit Leidenschaft und Eloquenz widmete.
Dallas Willard wurde 77 Jahre alt. Er war seit 1955 verheiratet und Vater von zwei Kindern sowie Großvater einer Enkeltochter.
Weltweit, und natürlich auch im deutschsprachigen Raum, verdanken ihm unzählige Menschen hilfreiche und praktische Impulse für ein Leben mit Jesus im Alltag.
Am 3. Juni 2013 findet im französischen Le Chambon-sur-Lignon die feierliche Eröffnung einer Gedenkstätte statt, die an die Gerechten unter den Völkern erinnert. Dieser kleine Ort war zu Zeiten des Holocaust ein Ort der Menschlichkeit und des Widerstands gegen die nationalsozialistischen Herrscher, wo Tausende gerettet wurden – was bis heute kaum bekannt ist. Im Zentrum standen damals Pfarrer André Trocmé und seine Frau Magda. Dem ganzen Ort wurde 1990 die Medaille „Gerechte unter den Völkern“ verliehen (nachdem Trocmé eine Auszeichnung nur seines Einsatzes abgelehnt hatte).
Am 23. April 2009, dem Yom Hashoah (Holocaust Remembrance Day), sagte US-Präsident Barack Obama über die schier unglaubliche Selbstverständlichkeit, mit der die mutigen Dörfler viel riskierten:
„Nicht ein einziger Jude, der [in die Gegend von Le Chambon-sur-Lignon] kam, wurde abgewiesen oder verraten. Doch es dauerte noch Jahrzehnte, bis die Dorfbewohner von dem erzählten, was sie getan hatten – und auch dann taten sie es nur widerstrebend.“
Nur so ist zu erklären, warum erst jetzt eine Gedenkstätte eröffnet wird, das Leben der Trocmés nicht längst von Hollywood verfilmt wurde. Im Neufeld Verlag erschien die inspirierende und herausfordernde Biografie Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé über diese mutigen Retter, die bisher kaum bekannt waren, doch von Historikern längst in einer Reihe mit Gandhi oder Martin Luther King gesehen werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Feierlichkeiten Anfang Juni in Le Chambon dazu beitragen, das Beispiel von mutigen Bürgerinnen und Bürgern weiterzuerzählen, die uns auch heute noch inspirieren, dem eigenen Gewissen zu folgen und Zivilcourage zu zeigen. Solche Vorbilder braucht es zu allen Zeiten …
Die Gedenkstätte in Le Chambon wird die einzige ständige Ausstellung sein, die der Erinnerung an die Gerechten gewidmet ist, jenen mutigen Menschen, die den unmenschlichen Gesetzen der Vichy-Regierung und der Besatzung widerstanden.
Letztes Jahr hat es fast den ganzen Tag geregnet – am kommenden Samstag, 4. Mai, ist es wieder so weit: In Frankfurt steigt das 11. Deutsche Down-Sportlerfestival. Mehr als 5.000 glückliche Sportler mit Down-Syndrom, mehr als 20.000 begeisterte Zuschauer! Das ist die Erfolgsbilanz aus zehn Jahren Deutsches Down-Sportlerfestival. Auch für die Bevölkerung und die wissenschaftliche Forschung hat die Veranstaltung viel bewirkt. Vor allem aber hat sich das Leben der Sportlerinnen und Sportler seitdem verändert: Goldmedaillengewinner bei den Special Olympics, bundesweite Trainingsgruppen und medizinische Erfolge sind nur einige Beispiele. Einige prominente Unterstützer sind auch dieses Jahr dabei – Schauspieler Joachim Hermann Luger („Vater Beimer“ aus der Lindenstraße) oder Bambi-Preisträger Bobby Brederlow, Schauspieler mit Down-Syndrom und Schirmherr des Festivals.
Wir freuen uns schon auf die einmalige Stimmung beim Einzug der 550 Sportler – und auf viele Begegnungen am Infostand des Neufeld Verlages, wo wir aktuelle Neuerscheinungen und natürlich unsere Bücher rund ums Down-Syndrom (z. B. von Conny Wenk) und außergewöhnliche Menschen präsentieren. Bis Samstag!
Gestern wurde er eröffnet: der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg. Rund 350.000 Menschen waren gestern Abend zwischen Binnenalster und HafenCity unterwegs, um einander begegnen und die gastgebende Nordkirche kennenzulernen. Noch bis zum Sonntag stehen unzählige Veranstaltungen und Angebote unter dem Motto: „Soviel du brauchst“. In Messehalle B6 gibt es „so viel Buch, wie du brauchst“ – hier finden Kirchentagsbesucher nämlich die Kirchentagsbuchhandlung, ein großes Sortiment, darunter natürlich auch viele Titel aus dem Neufeld Verlag (mit einem eigenen Stand sind wir diesmal nicht vertreten).
Margot Käßmann, Tiki und Marion Küstenmacher, Markus Majowski, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Bruder Paulus Terwitte – man könnte den ganzen Tag vor der Open-Air-Bühne der Kirchentagsbuchhandlung verbringen und dabei spannende Bibelarbeiten, Interviews und Gespräche hören und Autoren live erleben. Und zwischendurch lohnt es sich immer, im riesigen Buchangebot in Halle B6 zu stöbern. Online gibt es eine Übersicht über die einzelnen Angebote der Kirchentagsbuchhandlung.
Den 18. April 2007 werde ich wohl nie vergessen. Mein Schwager Necati Aydin, der deutsche Christ Tilmann Geske sowie Ugur Yüksel werden in ihrem Büro in der türkischen Stadt Malatya von fünf jungen Männern überfallen, brutal gefoltert und schließlich ermordet. Der ausdrückliche Grund: sie sind Christen, die ihren Glauben in der Türkei offen teilen. Später geben die Täter zu Protokoll, dass sie an diesem Tag auch mich hatten töten wollen …
O-Ton Wolfgang Häde, Jahrgang 1958, verheiratet mit der Türkin Janet. Heute ist diese Tat genau sechs Jahre her. In seinem bewegenden Buch Mein Schwager – ein Märtyrer: Die Geschichte des türkischen Christen Necati Aydin (in der 2. Auflage, Übersetzungen sind inzwischen in den USA und in Norwegen erschienen) schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers und auch die Geschehnisse jenes 18. April. Aydin starb im Alter von knapp 35 Jahren für seinen Glauben an Jesus Christus.
Hier auf unserem Verlags-Blog berichten wir ja nicht nur über Aktuelles aus dem Neufeld Verlag, sondern lassen gerne auch immer mal wieder den Blick schweifen.
Heute präsentieren wir das Ergebnis einer kleinen Umfrage unter Verlegerinnen und Verlegern christlicher Verlage (herzlichen Dank fürs Mitmachen!):
Was ist Ihr wichtigstes Buch in diesem Frühjahr?
Dr. Dominik Klenk, Brunnen Verlag, Basel:
Unser wichtigstes Buch: Roland Hardmeier, Himmelstöchter – Warum die Stärke der Frau in der Kirche gebraucht wird. Und warum das biblisch ist.
Roland Hardmeier sagt uns in einem theologisch fundierten Buch, warum die Stärke der Frauen in der Kirche unbedingt gebraucht wird.
Er hilft uns damit, genauer hinzuschauen und den roten Faden in der Bibel ernst zu nehmen, der zeigt, warum die Gaben der Frau in der Gemeinde erwünscht sind.
Er geht auch den wenigen missverständlichen und frauenkritischen Bibelstellen nicht aus dem Weg, sondern beantwortet sie mit der Bibel.
Das Buch zeigt uns, dass Gott Frauen in gleicher Weise achtet, begabt, beruft und sendet wie Männer – nur anders. Dieses Buch fördert die Hoffnung, dass unsere Kirchengemeinden nicht nur quadratisch, praktisch, gut, sondern auch atmosphärisch ansprechend, farbenfroh und kommunikativ etwas leichter werden.
Anne-Ruth Meiß, Verlag der Francke-Buchhandlung, Marburg:
Für mich persönlich ist Mitbewohner gesucht von Melissa C. Feurer das Frühjahrshighlight bei Francke, ein Buch für junge Erwachsene. Darin erzählt die junge Autorin von einer Studenten-WG, in die eines Tages Johnny einzieht. Was keiner weiß: Johnny ist sterbenskrank. Er hat keine Verwandten mehr und so zieht er in diese WG, weil er sich danach sehnt, dass auch sein Leben Spuren hinterlässt, dass es Menschen gibt, die nach seinem Tod um ihn trauern. Als die Mitbewohner hinter sein Geheimnis kommen, reagieren sie sehr unterschiedlich, sehr unerwartet. Am Ende ist es nicht nur Johnny, dessen Leben eine neue Richtung einschlägt.
Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Melissa C. Feurer eine zu Herzen gehende Geschichte, in der sie mutig die Frage nach dem Tod stellt und überzeugende Antworten gibt. Ein ganz wunderbarer evangelistischer Roman für junge Menschen, der mitreißend erzählt ist und so ganz ohne Klischees auskommt.
Ralf Markmeier, Gerth Medien und Adeo Verlag, Asslar:
Unser wichtigstes Buch im Frühjahr ist für mich Jürgen Mettes Biografie Alles außer Mikado. Leben trotz Parkinson. Es ist ein radikal ehrliches, trostreiches und ermutigendes Buch, das trotz der Schwere des Themas durchzogen ist mit Jürgens feinsinnigem Humor. Es zeigt sein Ringen mit Gott, zu dem er jedoch nie sein Vertrauen verloren hat. Es ist eine Freude, wie viele positive Reaktionen dieses Zeugnis auslöst – und das nicht nur im christlichen Markt. Am 12. April 2013, einen Tag nach dem Welt-Parkinson-Tag, ist Jürgen Mette zu Gast im Kölner Treff (WDR).
Mehr Informationen über Buch und Autor sowie einen Trailer gibt es hier.
Thomas Häußner, Echter Verlag, Würzburg:
Susanne Krahe und Eberhard Fincke, Organspende – ein Akte der Nächstenliebe
In den bisherigen Diskussionen zum Thema Organspende wird meist als selbstverständlich und als common sense vorausgesetzt, dass Organe spenden und empfangen an sich gut und nicht hinterfragbar sei. Neben dem medizinischen wird oftmals nur noch ein wirtschaftlicher Aspekt in die Diskussion gebracht. Muss aber in diese Diskussion nicht die Frage eingebracht werden, welches Menschenbild in die Entscheidungsfindung pro und contra Organtransplantation einfließt, und stellt sich für religiöse Menschen nicht auch die Frage nach dem Gottesbild? Die Diskussion in diesem Buch wird von zwei Menschen geführt, die als Betroffene selbst vor diesen Fragen stehen und standen und ganz unterschiedliche Entscheidungen getroffen haben. Somit wirft das Buch neue, vielleicht bislang zu wenig beachtete Aspekte auf die Diskussion um die Organspende.
Nicolas Koch, Brendow Verlag, Moers:
„Was ist unser wichtigster Titel im aktuellen Programm?“ So lautet die Aufgabenstellung für diesen Text. Puh! Gute Frage. Nach was soll ich da gehen? Verkaufszahlen? Bekanntester Autor? Persönliche Vorliebe? Ich habe mich mal für Letzteres entschieden. Ein Titel hat es mir diesmal persönlich besonders angetan, deshalb möchte ich Super, Mann! von Fabian Vogt vorstellen.
Mannsein ist in den letzten Jahren ja immer komplizierter geworden. Wusste man vor 30 Jahren noch ziemlich genau, was und wie ein Mann zu sein hat (im Beruf, als Vater, in der Gemeinde), ist heute alles viel unschärfer geworden. Die Palette der An- und damit der Herausforderungen ist sehr breit: Wir müssen liebevolle Ehemänner, fürsorgliche Väter, nette Kollegen, authentische und mitreißende Glaubende, strebsam-erfolgreiche Arbeitnehmer und vieles mehr sein. Ganz schön anstrengend manchmal, hier überall seinen Kerl zu stehen.Fabian Vogt schreibt in seinem Buch Briefe an all diese Männerrollen. In ihnen betrachtet und reflektiert er die verschiedenen Lebensbereiche, macht sich daran, Zerrbilder geradezurücken und falsche Erwartungen aufzudecken. Besonders wichtig ist ihm der Blick auf die vielen Möglichkeiten und Freiräume, die in den einzelnen Bereichen liegen: Wir sind stark. Wir können nicht alles – aber vieles. Und wenn wir die richtigen Prioritäten setzen, schaffen wir das auch.
Ich mag die befreiende Wirkung, die seine Texte haben! Erst mal fühlt man sich verstanden: Oh, ich bin nicht der Einzige, der mit all den Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, zu kämpfen hat. Dann sind sie einfach witzig zu lesen. Und vor allem machen sie Mut, vernünftige Prioritäten zu setzen und einfach loszulegen.
SCM R. Brockhaus Verlag, Witten:
Unser wichtigster Titel im Frühjahr ist das Buch Kreiszieher von Mark Batterson.
Der Kreiszieher ist ein mitreißendes, neues Buch zum Thema Gebet, in dem es darum geht, Gott wirklich alles zuzutrauen, ihn also nicht zu klein zu machen. Wir hoffen, dass dadurch viele Leute neu entdecken, dass wenn wir Gott alles zutrauen, anhaltend beten und ein wenig Geduld haben, alles möglich ist.
Umfassende Infos zu Buch gibt es auf der Website www.kreiszieher.de.
Kerstin Hack, Down to Earth, Berlin:
Unser wichtigster Titel im Frühjahr ist: Ziele erreichen. Wie persönliche Veränderung wirklich gelingt von Christoph Schalk.
Der Grund, warum mir als Verlegerin dieses Quadro (Trainings-Power-Buch) so wichtig ist: Viele Menschen wollen sich verändern und Ziele erreichen – egal ob es Gewichtsreduktion ist oder Verhaltensänderung. Doch sie bleiben oft auf halbem Weg stecken und geben frustriert auf. Oft liegt das daran, dass das Bewusste („der Kopf“) nicht mit dem Unbewussten („dem Bauch“) zusammenspielen. Die Schweizerin Maja Storch hat das wissenschaftlich untersucht und das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) entwickelt, das dabei hilft, Ziele zu entwickeln und zu erreichen, die stimmig und mit hoher, tief verankerter Motivation erreichbar sind.
Christoph Schalk erklärt in diesem Quadro das Modell und zeigt gleich, wie es in Bezug auf ein eigenes Ziel umgesetzt werden kann. Ich bin glücklich über diesen Titel und hoffe, dass er vielen Menschen dabei hilft, sich die richtigen Ziele zu setzen und sie auch zu erreichen.
Andreas Claus, cap-music/cap-books, Haiterbach:
Valerie Lill: Mein geliebtes Kind – 365 Himmelsbriefe
Dieses Buch ist mir aus verschiedenen Gründen wichtig: Es ist uns als Verlag ganz kurzfristig in die Arme geflogen (365 Himmelsbriefe …), wir haben einen Tag überlegt und dann kraftvoll entschieden: Wir spucken in die Hände und machen es – auch wenn die Neuheiten schon alle ausgeplant sind und “man” ein Andachtsbuch nicht erst im Januar bringen kann. Es gibt einfach Bücher, die will man machen! Wenn man dann das Privileg hat, so zu entscheiden, ist das etwas Besonderes.
Und es ist ein Buch, dessen Texte nicht geplant für ein Buch geschrieben wurden, sondern die entstanden sind in einer intensiven Lebensengstelle der Autorin, aus dem Umgang mit Gott und dem täglichen Erleben heraus. Trost, Hoffnung, Wertschätzung. Wenn dann der Impuls kommt, das sollten auch andere Menschen lesen können, dann hat so ein Buch einen großen Wert. Es trägt eine persönliche Note und ist doch ganz für den Leser da. Es ist zeitnah und doch zeitlos. Es ist ist fiktiv und doch real.
Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach:
Empfehlen möchten wir unser neues Buch von Pater Anselm Grün: Achtsam sprechen – kraftvoll schweigen. Für eine neue Gesprächskultur.
Denn dem allgemein beklagten Verfall der Gesprächkultur setzt Pater Anselm in diesem Buch biblisch und psychologisch fundierte Überlegungen zum Thema Gespräch und Sprache entgegen. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die Achtsamkeit für die Sprache und eine hohe Sensibilität für die Macht und die Wirkung von Worten. Daraus entwickelt er einen neuen, spirituellen Ansatz, um zu einem echten Gespräch zurückzukehren.
Der Tag war lang gewesen. Auch die Abendveranstaltung zog sich schon eine Weile hin. Doch noch immer riss der Strom der Grußworte nicht ab.
Der nächste Redner ging ans Pult. Er zog einen roten Luftballon aus der Tasche und blies ihn mit vier, fünf gewaltigen Atemstößen zu einer beachtlichen Größe auf. Langsam nahm er die Arme auseinander, der Ballon klemmte zwischen Daumen und Zeigefinder der linken Hand.
„Wissen Sie, wovor ich als Kind am meisten Angst hatte?“
Er führte seine Hände etwas näher zusammen. Ein leichtes Raunen ging durch das Auditorium, die gesamte Aufmerksamkeit war wieder erwacht.
„Richtig, nichts konnte mich mehr erschrecken, als wenn jemand einen Luftballon knallen ließ. Und um ehrlich zu sein, bis heute macht es mir Angst. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen.“
Mit einem Ruck bewegte er die Hände zueinander. Einige Zuhörer hielten sich die Ohren zu. Doch der Redner stoppte mitten in der Bewegung, hob langsam seine Arme, öffnete theatralisch die Hand und schon flatterte der Luftballon in Schlangenlinien über die Bühne, bis alle Luft aus ihm entwichen war.
„Wenn es mir solche Angst macht“,
fuhr der Mann fort,
„warum sollte ich den Luftballon dann jetzt zerknallen? Warum sollte ich mir selber etwas Übles tun – und Sie alle erschrecken? Ist es nicht merkwürdig, dass wir manchmal den anderen Menschen genau das zufügen, was wir selber nicht mögen? Warum sollte ich das tun? Und ist es nicht ebenso merkwürdig, dass Sie alle es mir zugetraut haben, obwohl ich doch ausdrücklich gesagt habe, dass ich es schrecklich finde, wenn ein Luftballon zerplatzt?“
Er machte eine längere Pause. Betretene Stille erfüllt den Raum.
„Fürchte dich nicht“ – das lesen wir 365 mal in der Bibel. Immer wieder, wenn ein Engel oder Gott selbst den Menschen begegnet. Merkwürdig, dass das nötig ist. Wir nennen Gott den „lieben Gott“, sprechen ihm Eigenschaften wie Güte und Gnade und Barmherzigkeit zu. Und doch haben wir Angst. Als wäre unser Vertrauen ein kleiner roter Luftballon, der mit einem einzigen Schlag zum Platzen gebracht wird. Was bringen wir alles mit, was hat uns alles geprägt? Woher kommt diese Angst? Egal! Lassen wir es flattern – denn eins ist klar: Gott hat nicht vor, uns zu erschrecken. Wie auch immer es um unser Vertrauen bestellt ist. Gottes Botschaft heißt: Fürchte dich nicht.
Uwe Heimowski








Wer schreibt denn da? Bin 1970 in Ingolstadt geboren und in Oberbayern und Ostwestfalen aufgewachsen. Seit 1995 verheiratet mit der wunderbaren Carolin. 2004 ging mit der Gründung des Neufeld Verlages ein weiterer Traum in Erfüllung. 