Schlagwort-Archiv: André Trocmé

 

Erstellt am 20. Februar 2013 von

  „Ich war fremd – Ihr habt mich aufgenommen“

 

„Ich war fremd – Ihr habt mich aufgenommen“, lautet das Thema des diesjährigen Weltgebetstags (WGT). Der Weltgebetstag ist eine weltweite Basisbewegung von christlichen Frauen, und das seit über 100 Jahren. Ihre Anfänge hatte sie in den USA und Kanada.  Heute feiern Menschen in über 170 Ländern weltweit immer am ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Nicht nur die Schreiberinnen des Gottesdienstes gehören verschiedenen christlichen Konfessionen an. Auch die Frauen vor Ort arbeiten in ökumenischen Gruppen zusammen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten sie so den Weltgebetstag.

In diesem Jahr wurde das Thema von Frauen aus Frankreich erarbeitet. Im Neufeld Verlag gibt es ein Buch, das dazu ganz hervorragend passt: Hanna Schotts Biografie Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé.

Worum geht es? Ein französisch-russisch-italienisches Paar, das sich in New York kennenlernt und nach Indien reisen will, um Gandhi zu treffen. Doch statt in Indien landen die beiden in der tiefsten französischen Provinz, André als Pfarrer der reformierten Kirche, Magda als Lehrerin. Als deutsche Truppen Frankreich besetzen, eröffnen sich ihnen jedoch ungeahnte Möglichkeiten, gerade weil sie „am Ende der Welt“ leben. Das Ehepaar Trocmé verwandelt ihren kleinen Luftkurort im Gebirge in einen zentralen Ort des Widerstands. Tausende jüdische Kinder und Erwachsene werden von ihnen versteckt, mit Nahrung versorgt und teilweise mit falschen Pässen ausgestattet und außer Landes geschleust. Am Ende zählten die einen 3.000 Menschen, die vor dem sicheren Tod gerettet worden waren. Die anderen sprachen von mehr als 5.000.

„Ich war fremd – Ihr habt mich aufgenommen“ – es könnte auch der Untertitel dieser packenden Biografie sein. Die Journalistin Hanna Schott erzählt in Von Liebe und Widerstand so lebendig, als wären wir dabei. Es ist eine Liebesgeschichte, ein zentrales Stück deutsch-französischer Geschichte und nicht zuletzt die Geschichte einer Zivilcourage, die eine ganze Region ansteckte.

Im ERF-Fernsehen kann man sich übrigens eine leidenschaftliche Buchvorstellung dieses Titels von Bestsellerautor Titus Müller anschauen.

Erstellt am 21. Januar 2013 von

Am kommenden Sonntag, 27. Januar 2013, ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Es war an einem 27. Januar, als die Rote Armee 1945 das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreite. Die Vereinten Nationen erklärten dieses Datum zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Und es stimmt, erinnern ist wichtig.

Zwei Veröffentlichungen aus dem Neufeld Verlag haben einen direkten Bezug zu jener dunklen Zeit: Da ist zum einen Hanna Schotts Biografie Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé:

Ein französisch-russisch-italienisches Paar, das sich in New York kennenlernt und nach Indien reisen will, um Gandhi zu treffen. André Trocmé, der hier an demselben Theologischen Seminar studiert wie später Dietrich Bonhoeffer, ist nebenbei Hauslehrer bei der reichsten Familie der Welt, den Rockefellers. Magda Grilli zieht ihn schon nach den ersten Begegnungen in ihren Bann. Schon das wäre filmreif. Doch es geht weiter – ganz anders, als die beiden es planen, und mit zunehmender Dramatik. Statt in Indien landen sie nämlich in der tiefsten französischen Provinz, André als Pfarrer der reformierten Kirche, Magda als Lehrerin. Als deutsche Truppen Frankreich besetzen, eröffnen sich ihnen jedoch ungeahnte Möglichkeiten, gerade weil sie „am Ende der Welt“ leben.

Das Ehepaar Trocmé verwandelt ihren kleinen Luftkurort im Gebirge in einen zentralen Ort der französischen Résistance. Tausende jüdische Kinder und Erwachsene werden von ihnen versteckt, mit Nahrung versorgt und teilweise mit falschen Pässen ausgestattet und ausser Landes geschleust. Am Ende zählten die einen 3.000 Menschen, die vor dem sicheren Tod gerettet worden waren. Die anderen sprachen von mehr als 5.000.

Magda sprach in den USA vor riesigem Publikum an der Seite von Martin Luther King. Das israelische Holocaustmuseum Yad Vashem zeichnete André und Magda Trocmé und mit ihnen die ganze Region für ihren Mut als „Gerechte unter den Völkern“ aus.

Die Journalistin Hanna Schott erzählt in ihrer Biografie „Von Liebe und Widerstand“ so lebendig, als wären wir dabei. Es ist eine Liebesgeschichte, ein zentrales Stück deutsch-französischer Geschichte und nicht zuletzt die Geschichte einer Zivilcourage, die eine ganze Region ansteckte. 

Und dann ist da Markus Baums Biografie des Theologen, Schriftstellers und Dichters Jochen Klepper. Klepper heiratete Johanna Stein, die verwitwet war und zwei Töchter hatte. Sie war Jüdin, eine Tochter schaffte es ins Ausland (und lebt dort noch heute), die andere ging mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater Jochen Klepper gemeinsam in den Freitod – angesichts der drohenden Deportation.

Erstellt am 18. Dezember 2012 von

Im Neufeld Verlag gibt es ja nicht so wahnsinnig viel zur Abteilung „Weihnachten“, aber drei Impulse will ich heute an dieser Stelle weitergeben.

1. Ein Kurzfilm von Tobias Faix

Dieser Text aus dem Buch Würde Jesus bei IKEA einkaufen? Herausforderungen zur ganzheitlichen Nachfolge, den Tobias Faix hier vorliest, hilft, eine frische Perspektive auf das Geschehen zu erhalten, das wir an Weihnachten feiern. (Das Buch geht demnächst übrigens in die vierte Auflage …)

2. Konzentriertes Leben

Okay, das ist vielleicht eher etwas für die Tage nach Weihnachten und den Jahreswechsel. Anders-Petter Sjödin schreibt in seinem Buch Verwandelt in Gottes Nähe (ich halte es für eins unserer besten Bücher) in Kapitel „20 Geistliche Übungen und Haltungen“ unter der Nr. 8 „Konzentriertes Leben“:

Wenn man wissen will, wohin man unterwegs ist, dann lohnt es sich, in den Rückspiegel zu schauen, um zu sehen, wo man gewesen ist. Viele unter uns verbringen mehr Zeit damit, eine Shoppingliste zu schreiben als damit, festzuhalten, was wir zu tun haben, um unsere Geschichte zu verstehen und damit auch unsere Zukunft. Im Folgenden einige Übungen, die uns dabei helfen können, zu einem zielgerichteteren Leben zu gelangen.

Vorbilder. Notieren Sie sich fünf Personen, die Sie positiv beeinflusst haben. Die Chance ist groß, dass Sie von Personen angezogen und geformt wurden, die ähnliche Gaben wie Sie haben.

Ereignisse. Schreiben Sie die fünf wichtigsten Augenblicke Ihres Lebens auf. Wie haben Sie diese Ereignisse geformt? Haben sich gewisse Ereignisse während Ihres Lebens wiederholt? Bilden diese Erfahrungen ein Muster?

Bücher. Schreiben Sie die drei wichtigsten Bücher auf, die Sie gelesen haben. Auf welche Weise haben sie Sie verwandelt?

Die Bibel. Schreiben Sie drei biblische Bücher, drei Kapitel und drei Verse auf, die Sie geformt haben und auf die Sie immer wieder zurückgegriffen haben.

Biblische Vorbilder. Schreiben Sie drei biblische Persönlichkeiten auf, abgesehen von Jesus, die Sie geformt und angezogen haben.

Lebenskurve. Zeichnen Sie auf einem Bogen Papier Ihre Lebenskurve auf, mit Höhen und Tiefen. Zeichnen oder schreiben Sie Ihre Gefühle dort hinein. Ein gut gelebtes Leben ist kein Leben ohne Täler. Wie haben Ihnen die Krisen dabei geholfen, in Ihrem Leben neue Prioritäten zu setzen?

Schwächen. Welches sind Ihre Schwächen und die Situationen, in denen Ihre Integrität bedroht war? Wo sitzt Ihre Achillesferse? Wie ist es dazu gekommen? Was in Ihrem Charakter bedarf einer Herausforderung oder Umformung?

Führung. Wie hat Gott Sie geleitet? Haben Sie sein Flüstern gehört? Seine Führung zeichnet sich durch eine besondere Intensität, Frieden und Milde aus. Er führt durch andere Menschen (oder auch Esel, wenn er will), durch Träume, Visionen und prophetische Worte. Er führt durch bestimmte Einzelheiten im Leben eines Menschen, wie den Familiennamen, Ereignisse rund um die Geburt oder familiäre Verhältnisse. Er gibt Zeichen, die anzeigen, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.

Ein zielgerichtetes Leben zu leben, kann zu Ichbezogenheit und »Narzissmus« führen, aber denken Sie daran, dass der Unterschied wirklich darin liegt, ein zielgerichtetes oder ein zielloses Leben zu leben. Sein Leben auf ein Ziel ausgerichtet zu haben bedeutet, es auf Gott und seinen Willen ausgerichtet zu haben.

Ich selbst brauche mindestens einmal pro Jahr die Abgeschiedenheit und muss einen inspirierenden Ort aufsuchen, um ein Update für meinen persönlichen Entwicklungsplan zu machen. Dort schreibe ich auf, was ich benötige, um das Leben zu leben, das ich leben will und vom dem ich glaube, dass Gott mich dazu berufen hat: Bücher, die ich lesen sollte, Menschen, die ich treffen sollte, Orte, die ich besuchen sollte, Ausbildungen, die ich machen sollte, physische und geistliche Übungen, nach denen sich mein Körper und meine Seele sehnen. Das alles hilft mir dabei, das sinnvolle Leben eines Jüngers zu leben, ein zielgerichtetes Leben.

3. Weihnachten im Widerstand

Von Engeln und Eseln – Geschichten nicht nur zu Weihnachten ist unser absoluter Bestseller und hat gerade mal eben wieder innerhalb weniger Wochen Platz 1 unserer Top Ten in diesem Jahr erklommen.

Ich bin fasziniert von diesen ganz besonderen Weihnachtsgeschichten. Zum einen kann André Trocmé ausgesprochen gut erzählen und seine Geschichten haben es wirklich in sich. Zum anderen ist es unglaublich bewegend, wenn man sich daran erinnert, unter welchen Umständen Trocmé diese Geschichten erzählt hat – in seiner Kirche in Le Chambon nämlich, wo Ehepaar Trocmé zum Zentrum des Widerstands gegen die nationalsozialistischen Herrscher wurde und Tausende gerettet wurden. Und wer lieber beim Hören genießen möchte: Vier Geschichten davon gibt es auch als Hörbuch, wunderbar gelesen von Philipp Schepmann.

 

Erstellt am 12. November 2012 von

… aus ihrer wunderbaren Biografie Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé, und zwar um 19.30 Uhr in der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp, Schützenstr. 163, 42659 Solingen. Am besten, Sie schauen regelmäßig bei den Terminen auf der Website von Hanna Schott nach …

 

Erstellt am 3. April 2012 von

 

So lautet der Titel einer eindringlichen Geschichte von zwei Freunden – Jesus und Eliud – aus der Feder des begnadeten Erzählers André Trocmé, die in seinem Bestseller Von Engeln und Eseln enthalten ist. Dass es sich dabei tatsächlich nicht nur um Weihnachts-Geschichten handelt, verrät der Untertitel zwar ausdrücklich, wird aber schnell übersehen.

Diese Geschichte nun passt in die Passionszeit. Und als kleines Schmankerl dürfen Sie sich diese pdf-Datei hier herunterladen oder ausdrucken – mitsamt der ausdrücklichen Erlaubnis, sie z. B. im Gottesdienst zu verwenden. (Sie dürfen auch Ihren Pastor darauf hinweisen!) Und wenn Sie lieber beim Hören genießen möchten: „Ein Kissen unter dem Kopf“ ist eine der vier Geschichten, die auf dem Hörbuch Von Engeln und Eseln enthalten sind, gelesen von Philipp Schepmann.

Wir wünschen gesegnete Ostern!

Erstellt am 1. März 2012 von

 

Die Zeitschrift Sozialcourage (Druckauflage 180.000) wird vom Deutschen Caritasverband in Freiburg herausgegeben und erscheint vierteljährlich in 26 verschiedenen Regional- und Zielgruppenausgaben. In ihrer aktuellen Ausgabe 1/2012 enthält sie auf Seite 3 einen ausführlichen Buchtipp zu Hanna Schotts wunderbarem Buch Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda und André Trocmé:

„Wir wissen nicht, was ein Jude ist. Wir kennen nur Menschen“, sagt der Pfarrer eines kleinen französischen Dorfes dem Präfekten 1942 ins Gesicht. Der kommt zur Kontrolle, da Gerüchte über Menschenschmuggel zu ihm gelangt sind. Im besetzten Frankreich unter der Herrschaft von Wehrmacht, SS und Vichytruppen kann das schon einmal Gefangenschaft oder Tod als Antwort bedeuten. Doch Frechheit siegt, die freche Ehrlichkeit des Pfarrers André Trocmé und seiner Frau, der Lehrerin Magda. Denn in jedem Haus von Le Chambon sind Juden versteckt, nicht nur in Hotel und Pension des Luftkurorts: Auch einfache Bauern verbergen Kinder vor der Deportation in den sicheren Tod. Denn: Man kann und muss etwas gegen den Naziterror tun. Bis Kriegsende haben die Dörfler in den Cevennen mindestens 3.000 Menschenleben gerettet, klug, gastfreundlich und solidarisch. Dies und die Biografie der beiden Initiatoren sind lesenswert und dokumentarisch; beispielhaft für das Leben nach dem eigenen Gewissen.

Am Freitag, 27. April 2012 (19.30 Uhr) liest Hanna Schott übrigens aus diesem Buch in der Buchhandlung StadtMission Darmstadt (Merckstr. 24, 64283 Darmstadt). Und – im Gepäck zum Beispiel auch Kinderbücher aus ihrer Feder – sie ist immer wieder auch zu Lesungen und Veranstaltungen in Schulen unterwegs.

Und am Montag, 23. April, ist nicht nur der Welttag des Buches, sondern auch der Yom Hashoah, der Holocaust Remembrance Day. Am Yom Hashoah 2009 sagte US-Präsident Barack Obama über die schier unglaubliche Selbstverständlichkeit, mit der die oben erwähnten mutigen Dörfler viel riskierten:

„Nicht ein einziger Jude, der [in die Gegend von Le Chambon-sur-Lignon] kam, wurde abgewiesen oder verraten. Doch es dauerte noch Jahrzehnte, bis die Dorfbewohner von dem erzählten, was sie getan hatten – und auch dann taten sie es nur widerstrebend.“   

Übrigens sind in André Trocmés Bestseller Von Engeln und Eseln – Geschichten nicht nur zu Weihnachten tatsächlich auch ganz wunderbare Geschichten etwa zu Passion und Ostern enthalten. Kleiner Tipp …

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.