Schlagwort-Archiv: Frank Heinrich

 

Erstellt am 26. Juni 2015 von

Vom 1. bis 5. Juli 2015 wird London von der „friedlichsten Armee der Welt“ besetzt – der Heilsarmee. Rund 16 000 „Heilssoldaten“ aus  126 Ländern werden sich in der O2-Arena im Osten Londons (also da, wo alles begann!) versammeln, um das 150-jährige Bestehen der Heilsarmee zu feiern. „Die Straßen Londons werden dann eine erstaunliche Vielfalt an Nationalitäten, Sprachen, Kulturen und Heilsarmeeuniformen erleben“, so die Heilsarmee.

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Inspiriert von einem Lied aus der Feder des Heilsarmee-Gründers William Booth, lautet das zentrale Motto des Kongresses Boundless – The Whole World Redeeming (Grenzenlos – Die ganze Welt erlösen). Neben den Hauptveranstaltungen in der Arena gibt es Musicals, Konzerte, ein Filmfestival, Gebetstreffen, Seminare, Verkaufsstände sowie Ausstellungen.

Passend zum Jubiläum erscheint im Herbst bei uns die Neuauflage des Buches William Booth – Der General Gottes und seine Heilsarmee. Die Lebensberufung dieses außergewöhnlichen Mannes, der schreienden Not dieser Welt ganzheitlich zu begegnen, fordert uns auch heute noch heraus. Und was 1865 in den Slums Ost-Londons begann, wurde zu einer Bewegung, die heute in 126 Ländern der Welt aktiv ist und über 1,7 Millionen Mitglieder zählt.

 

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1959 schlug der Schriftsteller und Journalist Richard Collier dem damaligen General der Heilsarmee vor, deren Geschichte von einem Außenstehenden erzählen zu lassen. Er arbeitete fünf Jahre an diesem Buch, und es wurde weltweit zum Bestseller. In Deutschland erschien das Buch 1965 im Rascher Verlag, im selben Jahr brachte Reader’s Digest einen Sonderdruck. Zwischen 1981 und 1997 erschien Colliers Buch dann in weiteren vier Auflagen im Verlag Johannis.

Wie kommen wir dazu, ein Buch neu aufzulegen, das bereits vor 50 Jahren erstmals auf Deutsch erschien?! Ganz einfach: Weil diese Geschichte es wert ist, auch heute gelesen zu werden.

Ein Freund schrieb neulich:

Klasse, dass ihr die Biografie von William Booth von Collier bringt. 1980 habe ich sie mit sehr viel Gewinn gelesen. Uns begleitet sie bis heute! Und nun bei Neufeld, und in der Aufmachung. Super.

150 Jahre Heilsarmee und die Neuauflage dieser inspirierenden Biografie sind es also wert, einmal genauer hinzuschauen. Und wer mehr über die Heilsarmee erfahren möchte, dem können wir ebenfalls Lektüre aus dem Neufeld Verlag anbieten – hier gibt es alle Titel in der Übersicht.

Erstellt am 24. Juli 2014 von

Bundestag ist wie Heilsarmee – nur ein bisschen anders. Zumindest gilt das so für Frank Heinrich.

Er ist der erste Heilsarmeeoffizier, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag einzog. Dort engagiert sich der gelernte Sozialarbeiter und Theologe genauso, wie er sich zuvor für die Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt hat. Ganz im Sinn der Heilsarmee: die Liebe greifbar und spürbar leben.

Frank Heinrich verfolgt dieses Ziel noch immer, nur an anderer Stelle. Jetzt heißt es für ihn Koalition statt Kleiderkammer, Parlament statt Predigt, Sitzungen statt Suppenküche.

Gemeinsam mit seinem Freund und Weggefährten Uwe Heimowski (Neufeld-Autor fast der ersten Stunde) hat Frank Heinrich das Buch Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag veröffentlicht.

Hier ein kleines Gespräch der beiden über dieses Projekt:

 

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Frank, warum hast du eigentlich dieses Buch geschrieben?

Weil ich die Frage aus dem Untertitel – warum bist du von der Heilsarmee in den Bundestag gewechselt? – fast wöchentlich gestellt bekam und immer noch bekomme. Mit diesem Buch kann ich die Vorgeschichte und den Zusammenhang deutlich machen: Mein Einsatz für Menschenrechte, der mich erst zur Heilsarmee und dann in den Bundestag geführt hat. Es ist ein und dieselbe Berufung an zwei verschiedenen Orten.

Außerdem treffe ich sehr viele Menschen, es gibt immer wieder Gespräche. Mit dem Buch kann ich ihnen ein Stück meiner Geschichte mitgeben und sie damit ermutigen.

Was sind die Hauptinhalte, worum geht es in deinem Buch?

Ich möchte Leuten Mut machen, sich mit allem, was sie haben und können, in der Gesellschaft zu engagieren. Sei es in der Kirchgemeinde, einem Sportverein oder in der Politik. Die Heilsarmee will immer bei den Menschen sein, nicht bei sich selber. Dafür werbe ich, indem ich beispielhaft meine Geschichte erzähle: Reisen hinter den Eisernen Vorhang mit meinem Vater, die zwölf Jahre in Chemnitz, die konkrete Arbeit im Bundestag. Wechselseitige Berührungsängste zwischen Kirche und Politik abzubauen, ist ein zweites Motiv.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit „Mission: Verantwortung“ gemacht, gab es Rückmeldungen?

Ja, es gab eine Reihe von Presseberichten und Rezensionen in verschiedenen Zeitschriften, die durchgehend sehr wohlwollend geschrieben waren. Und dann gibt es viele persönliche Feedbacks: Jemand sagte, ich habe ihm ein neues Fenster geöffnet, Vorurteile abgebaut und Verständnis für die Politik erzeugt. Häufig höre ich das Wort „glaubwürdig“ – ein großes Kompliment und eine große Verantwortung für mein Wirken als Politiker zugleich.

Du hast bisher zwei Bücher geschrieben: „Lieben, was das Zeug hält“ und „Mission: Verantwortung“. Große Begriffe. Kommt da immer noch der Prediger durch, der eine Botschaft zu verkündigen hat?

(Lacht) Im ersten Buch ganz bestimmt. Das Thema Liebe für Menschen, die eigentlich gar nicht liebenswert sind, oder besser gesagt: die nicht so aussehen, habe ich jahrelang in meinem eigenen Leben durchbuchstabiert. Meine Erfahrungen und Einsichten wollte ich an andere weitergeben.

Beim zweiten würde ich mich freuen, wenn es den einen oder anderen motiviert, sich einzumischen. Wenn meine Geschichte eine Ermutigung dazu ist, super! Aber als Predigt, oder gar Moralpredigt, ist es nicht gemeint.

 

Frank Heinrichs Bücher kann man überall kaufen oder bestellen, wo es Bücher gibt.

Beide sind auch als E-Book erhältlich – direkt im E-Book-Shop des Neufeld Verlages, aber auch bei allen gängingen Anbietern:

 

 

Erstellt am 25. Februar 2014 von

„Die Ware Mensch“: Die Zahlen der Europäischen Union sind alarmierend. Laut einer Studie steigt die Zahl der Opfer von Menschenhandel, die Zahl der Verurteilungen aber sinkt. Viele der Opfer landen als Zwangsprostituierte in Bordellen – ohne Pass, ohne Hoffnung. Mancher sieht in Deutschland bereits ein „Paradies“ für Menschenhändler. Woran liegt das? Was können und müssen wir tun?

Heute Abend wird ein Talk der Sendereihe „Wartburg-Gespräche“ ausgestrahlt, um 20.15 Uhr auf ERF-TV (und jetzt schon in der Mediathek).

Neben dem Bundestagsabgeordneten und Neufeld-Autor Frank Heinrich („Mission Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag“), Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam gegen Menschenhandel“, sind Gaby Wentland, Verein „Mission Freedom“, sowie Jörg Kruse, Leiter des Kommissariats für Sittendelikte in Kassel, bei Gastgeber Jürgen Werth im Studio.

Auch das Gespräch zu Frank Heinrich persönlich, das der ERF kürzlich gesendet hat, ist nach wie vor sehenswert.

Erstellt am 15. Mai 2013 von

Autorenlesung

 

Am nächsten Mittwoch, 22. Mai 2013, präsentieren Frank Heinrich und Uwe Heimowski ihr druckfrisches gemeinsames Buch in Chemnitz: Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag.

Bundestag ist wie Heilsarmee – nur ein bisschen anders. Zumindest gilt das so für Frank Heinrich. Er ist der erste Heilsarmeeoffizier, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag einzog. Dort engagiert sich der gelernte Sozialarbeiter und Theologe genauso, wie er sich zuvor für die Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt hat. Ganz im Sinn der Heilsarmee: die Liebe greifbar und spürbar leben. Frank Heinrich verfolgt dieses Ziel noch immer, nur an anderer Stelle. Jetzt heißt es für ihn Koalition statt Kleiderkammer, Parlament statt Predigt, Sitzungen statt Suppenküche.

Was hat Frank Heinrich bewogen, aufs politische Parkett zu wechseln? Wie viel Christsein verträgt die Politik überhaupt? Und wieviel Politik verträgt das Christsein? Im Gespräch mit seinem Freund und Weggefährten Uwe Heimowski steht Frank Heinrich offen Rede und Antwort.

Da ist von prägenden Erfahrungen in der Kindheit die Rede, von Freunden und Verrätern im Ostblock, von Führungen und Fügungen. Dieses Buch ist eine authentische Begegnung mit Frank Heinrich, dem Christ und Politiker. Gleichzeitig bietet es Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Arbeit. Ein Buch, das zur verantwortlichen Lebensgestaltung herausfordert.

 

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Die Alpha-Buchhandlung Chemnitz lädt zur Lesung und Buchvorstellung um 19.30 Uhr in der Freien evangelischen Gemeinde Chemnitz. Herzlich willkommen!

 

Erstellt am 9. Oktober 2012 von

 

Ich freue mich, dass unser Freund und Autor Uwe Heimowski sich künftig monatlich an dieser Stelle zu Wort melden wird. Tatsächlich sind wir schon lange verbunden, lernten uns Anfang der 1990er Jahre kennen, im Redaktionsteam der Jugendzeitschrift PUNKT (heute: dran). Das dritte Buch im Neufeld Verlag (Brunos Dankeschön – Geschichten von der Reeperbahn) stammte 2005 aus seiner Feder (dem eine ganze Reihe weiterer Bücher folgten), und wer beginnt, sich mit den Artikeln und Büchern von Uwe Heimowski zu beschäftigen, merkt schnell: Der kann erzählen! Und er hat was erlebt. Und was zu sagen.

Jeden zweiten Dienstag im Monat gibt es an dieser Stelle also Heimowskis Mutmacher – Gedanken aus dem kleinen und großen Alltag. Heute geht’s los – und zwar mit einer kurzen Vorstellung. Damit Ihr wisst, wer da eigentlich schreibt. Herzlich willkommen, lieber Uwe!

Schreiben, reden, telefonieren, recherchieren – die Tätigkeiten an sich unterscheiden sich nicht groß. Und doch sind es verschiedene Welten: die Arbeit als Pastor und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag. Das ist eine ungewöhnliche Kombination, sicher. Aber sie entspringt und entspricht meinem Lebensweg, der auch eher ungewöhnlich ist. Und inhaltlich gibt es viele Parallelen.

Ein kurzer Rückblick: 1986 fand ich zum Glauben. Es folgte eine Therapie wegen einer Suchterkrankung. Dann eine Erzieherausbildung. Sozialarbeit für die Heilsarmee auf der Reeperbahn. Leitung einer AIDS-Beratungsstelle. Studium der evangelischen Theologie in Hamburg, Basel, Leipzig und Halle/Saale. Was sollte nun folgen? Mein Herz schlug für die Sozialarbeit. In einem ehemaligen Jugendwerkhof in Bad Köstritz, der von der Diakonie übernommen worden war, wurde ein Erziehungsleiter gesucht. Aufgabenschwerpunkt: Mitarbeiterschulung, pädagogische Verantwortung und der Aufbau einer Therapiegruppe für minderjährige Suchtkranke. Besonderes letzteres reizte mich aufgrund meiner eigenen Geschichte, und so zogen wir 1999 nach Ostthüringen. Nun suchten wir eine Gemeinde. Für uns, mich, meine Frau und unsere beiden Kinder, und für die Jugendlichen aus der Reha-Gruppe, denn zum Konzept gehörte (und gehört bis heute) der wöchentliche Gottesdienstbesuch. In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gera wurden wir herzlich aufgenommen und fanden bald eine Heimat.

Dass ich zwei Jahre später die Anfrage bekommen würde, Pastor Franz Beutel nachzufolgen, der in den Ruhestand ging, hätte ich da niemals in Erwägung gezogen. Doch dann kam es so. Wir sahen Gottes Ruf in dieser Anfrage, ich gab meine Stelle als Erziehungsleiter auf, blieb aber in der Leitung der Reha-WG. Und so strickten wir ein Halbtagskonzept mit der Gemeinde. Wir definierten meine Aufgaben sehr klar. Für den Verwaltungsbereich stellten wir eine Sekretärin im Mini-Job ein.

Das setzte mich frei für pastorale Tätigkeiten. Mein Schwerpunkt neben Verkündigung und Seelsorge lag vor allem darin, eine neue Vision für die Gemeinde zu entwickeln. „Offen sein für Menschen in der Stadt“ – das war meine Vorgabe. Und so entstanden im Laufe der Jahre eine Menge neue Konzepte. Die Form der Gottesdienste änderte sich, kulturelle und soziale Projekte wurden begonnen, schließlich wurde ein Anbau nötig.

Ich selber engagierte mich in verschiedenen sozialen und politischen Gremien in der Stadt (etwa im Jugendhilfeausschuss). Daneben unterrichtete ich an der Berufsakademie in Gera und publizierte Artikel und Bücher. Nach fünf Jahren gab ich die Leitung der Reha-Gruppe ab und arbeitete neben der Gemeindearbeit als freiberuflicher Dozent und Coach.

To make a long story short: als dann ein Freund von mir für den Bundestag kandidierte, half ich in seinem Wahlkampfteam. Wir kannten uns und haben sehr ähnliche Ziele, das passte. Wir entwickelten ein Konzept, schrieben Texte – und er gewann tatsächlich die Wahl. Frank Heinrich ist der erste Heilsarmeeoffizier im Bundestag. Seine Schwerpunkte sind naheliegend: Arbeit und Soziales sowie Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Ich stieg als wissenschaftlicher Mitarbeiter ein.

Inhaltlich liegt das sehr nahe bei dem, was ich bisher auch getan habe: mich für benachteiligte Menschen einsetzen. Das war ein Schwerpunkt bei der Heilsarmee, und es prägt das Profil unserer Gemeinde.

Wie sieht das nun im Alltag aus? Die vielen Tätigkeiten müssen natürlich gut koordiniert werden. Die Aufgaben sind gewachsen. Unsere Familie besteht mittlerweile aus sieben Personen. Meine Frau Christine hat einige Jahre ihren Schwerpunkt auf die Erziehung gelegt. Anders wäre vieles nicht möglich gewesen. Mittlerweile absolviert sie ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium in Diakonik. Da hilft, dass meine beiden Berufe sehr viel selbständiges Arbeiten erfordern. Häufig habe ich Zwölf-Stunden Tage. Aber wann und wo ich arbeite, kann ich selber eintakten. Etwa alle fünf Wochen bin ich für eine Woche in Berlin. Gelegentlich gibt es Termine in Chemnitz, Frank Heinrichs Wahlkreis. Die meiste Zeit kann ich von Gera aus arbeiten. Und so habe ich schon manche Predigt im Zug vorbereitet. Und der eine oder andere „Sprechzettel“ (so nennt man im Bundestag eine thematische Zusammenfassung eines Themas) ist im Gemeindebüro entstanden.

Mir liegt diese Abwechslung sehr. Doch bleibt es eine tägliche Herausforderung, mich dabei nicht zu verzetteln. Zum Glück hat sich das Berliner Team in diesen zwei Jahren sehr gut eingespielt, und unsere Gemeindesekretärin ist die Zuverlässigkeit in Person. Ohne Teamplay wären die beiden Stellen nicht zu verknüpfen.

Inhaltlich lässt sich sehr vieles zwischen den beiden Tätigkeiten verbinden. Das liegt aber natürlich auch daran, dass mein Chef Christ ist. Wir beten auch im Bundestagsbüro miteinander. Und wir beschäftigen uns mit Themen, die für die Gemeinde nicht minder interessant sind: Humanitäre Hilfe in Ostafrika, Unterstützung für verfolgte Christen weltweit und etliches mehr. Wir konnten mit Ertan Cevik einen Baptistenpastor aus der Türkei in den Menschenrechtsausschuss einladen, der über die Situation der Christen berichtete. Viele andere christliche Gruppierungen waren schon in Berlin zu Gast. Besonders stehen wir der zur Evangelischen Allianz gehörenden Micha-Initiative nahe, die sich für die Erreichung der sogenannten Milleniumsziele einsetzt und Christen für Weltverantwortung sensibilisieren möchte. In der Gemeinde hat das Spuren hinterlassen: Wir haben in Gera ein Café eröffnet, das Global 26 (26 ist unsere Hausnummer), in dem fair gehandelte Produkte angeboten werden. Wir unterstützen Projekte in Russland und in Indien.

Zugleich gilt natürlich, die beiden Stellen auch wieder zu trennen. Menschenrechte sind nicht teilbar. Ein Muslim hat das gleiche Recht auf Unterstützung wie ein Christ. Jemand, der wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert wird, muss auf einen Menschenrechtler zählen können, egal, wie der seine Bibel zu diesem Thema versteht. Eine säkulare Initiative, die sich für Menschenrechte stark macht, muss ich genauso hören und anerkennen wie eine christliche. Ja, manche „christliche“ Initiative muss man sogar zurückweisen, weil sie einseitig und intolerant ist. Da muss man sich dann schon gefallen lassen, dass manch ein Kommentar lautet: „Und du bist Pastor?!“

Auch in der Gemeinde gilt natürlich: Das Evangelium schließt ein politisches und soziales Engagement ein – doch es erschöpft sich nicht darin. Verkündigung ist mehr. Ich muss der Gefahr widerstehen, das zu vermischen. Und noch eins: eine Gemeinde darf für mein Empfinden Menschen nicht parteipolitisch vereinnahmen. Mein Chef ist in der CDU. Ich selber bin parteilos. Christen gibt es in allen Parteien. Und in meiner Gemeinde muss jeder willkommen sein. Auch der politische „Gegner“ ist in Christus mein Bruder. Dieses Gut darf nicht verloren gehen.

Wir danken der Zeitschrift Die Gemeinde (dieser Beitrag erschien in Ausgabe 20/2011) für die freundliche Abdruckgenehmigung!

 

 

Erstellt am 23. Februar 2010 von

Anfang Februar 2010 fand in Washington wieder das jährliche Nationale Gebetsfrühstück statt. Unter den 3.000 Gästen aus 140 Ländern war zum ersten Mal auch Frank Heinrich dabei, seit Herbst Bundestagsabgeordneter der CDU für den Wahlkreis Chemnitz. Sein Statement hat uns gefallen:

„Gefallen hat mir, dass hier nicht von einem ,christlichen Treffen‘ gesprochen wird, sondern von einem ,Treffen um Jesus‘. Das öffnet auch solchen Menschen die Türen, die sich selbst nicht als Christen bezeichnen würden. Davon können wir in Deutschland noch lernen. Im Geiste Jesu Brücken zu bauen, ist eine tolle Sache, die übrigens nichts mit Religionsvermischung zu tun hat. Brücken zu bauen bedeutet nicht, das Gleiche zu glauben. Und darum ging es auch beim Gebetsfrühstück in Washington nicht.“

Link zu Frank Heinrich:

Link zu Frank Heinrichs Buch:

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.