Schlagwort-Archiv: Verlag

 

Erstellt am 7. Oktober 2013 von

Ich berichte an dieser Stelle ja nicht nur über Neufeld-Bücher und Aktivitäten „unserer“ Autoren, sondern lasse gerne den Blick kreisen in Bezug auf die Themen, die uns so am Herzen liegen (zum Beispiel Bücher!). Nach unserer Verlegerrunde („Was ist Ihr wichtigstes Buch in diesem Frühjahr?“) haben wir diesmal Autorinnen und Autoren gebeten, sich an einer kleinen Umfrage zu beteiligen.

Heute also – passend zur Frankfurter Buchmesse, die morgen Abend eröffnet wird – eine erste Ausbeute der Antworten zum Stichwort: „Dieses Buch hat mein Leben verändert“. Ich war richtig gespannt auf die Reaktionen – und als leidenschaftlicher Leser, der das Glück hat, sich sogar beruflich mit Büchern zu beschäftigen, die hoffentlich im Leben der Leserinnen und Leser Spuren hinterlassen, finde ich diese Umfrage natürlich äußerst spannend!

Thomas Härry

Nur ein einziges Mal in meinem bisherigen Leben habe ich ein Buch nicht bloß gelesen, sondern es laut gelesen und dabei Tonaufnahmen gemacht, die ich mir anschließend über eine längere Zeit hinweg im Auto oder zuhause anhörte. Das Buch: Klaus Bockmühl: „Hören auf den Gott, der redet“ (später neu erschienen im Band „Leben mit dem Gott, der redet“). Ich las das Buch als knapp Dreißigjähriger. Nach einigen Seiten war mir klar: „Dieses Buch solltest du nicht nur lesen, du solltest es verinnerlichen; es dir verabreichen wir ein Stärkungsmittel oder gute Medizin“. So kam es zu den Aufnahmen – und damit zu einem „handgestrickten“ Hörbuch.
Verändert hat mich dieses Buch, weil es die Sehnsucht in mir genährt hat, Gott hören zu können. Bockmühl gräbt sich nicht nur durch Bibel und Geschichte, er gibt auch gute und praktische Hinweise für heute. Sein Buch ist mir bis heute eine starke Motivation, still zu halten, auf Gottes Reden zu hören und mein Leben danach zu gestalten. Eine Perle!

Titus Müller

„Blue Like Jazz“ von Donald Miller hat mein Leben verändert (genauso wie der Nachfolger „A Million Miles in a Thousand Years“). Donald Miller stellt sich den Fragen, denen ich viel zu oft ausweiche, und sucht unvoreingenommen nach Antworten, nicht für mich, sondern für sich. Dass ich ihm als Leser dabei folgen darf, ist ein großer Gewinn für mein Herz. Er steckt mich an mit seiner Weite, seiner sanften Zielstrebigkeit und seinem Mut, im Leben und im Glauben tiefen Sinn zu finden.

Hanna Schott

„Verändert“ wäre wohl zu viel gesagt, aber geprägt haben mich – vor allem in der ersten Hälfte meines Lebens – zwei Bücher. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer war das erste Buch, das ich mir von eigenem Geld gekauft habe. Ich war lange krank gewesen und durfte dann in die Stadt, um mir einen Wunsch zu erfüllen. Meine Wahl fiel auf dieses damals noch recht neue Buch, und das führte mich aus unserem kleinen Städtchen in eine Welt voller Überraschungen, in der sich aber alles auf wunderbare Weise zusammenfügt: Jim heißt Jim, weil er „genauso aussieht“, der Riese ist nur ein Scheinriese, das „Ende der Welt“ ist gar nicht das Ende, und die Klügste ist eine winzige chinesische Prinzessin. Schau genau hin: Was ist so, und was scheint nur so?, fragte mich dieses Buch, aber nicht belehrend, sondern mit einem Humor, der mich auch als Erwachsene noch anspricht.
Als Azubi im Buchhandel dann leistete ich mir (wieder vom wenigen eigenen Geld und gut überlegt) einen echten „Schinken“: Eberhard Bethges Bonhoeffer-Biografie. 1.100 Seiten, die mir zeigten, dass auch in der finstersten Zeit der deutschen Geschichte nichts „alternativlos“ war. Es gab die Möglichkeit, sich zu entscheiden, Zivilcourage zu zeigen, Gottvertrauen zu wagen. Bonhoeffer war kein geborener Held, sondern ein abwägender Intellektueller, der zu anderen Zeiten vermutlich in der Gelehrtenstube alt geworden wäre.
Genau hinschauen und gründlich nachdenken ist wichtig, irgendwann zum Tun durchdringen entscheidend. Jim und Dietrich begleiten mich.

Ulrich Eggers

Was der Schwede Magnus Malm in seinem Best- und Longseller Gott braucht keine Helden schreibt, hat schon viele christliche Hauptamtliche oder engagierte Gemeindemenschen berührt, verändert, herausgefordert: Gott ist nicht interessiert an meiner Arbeit, er ist interessiert an mir. Gott will nicht meine Leistung, er will mich. Das zu lesen – auf dem Hintergrund der eigenen Lebenserfahrung des Autors und seines Burnouts und kranken Leistungsdenkens –, hat befreiende Wirkung. Und Korrektur-Kraft für viele Jahre – ein Buch zum immer wieder lesen, denn man fällt gerne wieder in alte Leistungsmuster: Tust du was, dann bist du was. Bei Gott eben nicht. Liebe und Gnade richtet sich auf mich persönlich. Mich will er, dieser unglaubliche, großartige, liebevolle Gott. Und: Malm tut das, was ich für alle Bücher extrem wichtig finde: Sich selbst mit seiner Lebenserfahrung ehrlich einbringen. Das macht Bücher für mich besonders lesenswert.

Andreas Malessa

Uff. Ein hoher Anspruch. Es hat mein Denken und meinen Glauben verändert, es hat mein Leben indirekt und hintergründig geprägt: Helmut Thielickes „Zu Gast auf einem schönen Stern“, die 450-Seiten-Autobiographie eines der wirkungsvollsten evangelischen Theologen des 20. Jahrhunderts. 1984 als Hardcover bei Hoffmann & Campe, 2007 als Taschenbuch beim Brunnen-Verlag erschienen.
Ein Ethiker und Philosoph, dem die Nazis das Reden und Reisen verboten, der nach dem II. Weltkrieg die Tübinger Universität wieder aufbaute, der mit heißem frommen Herzen und humorvoll kühlem Kopf zwischen Pietisten und linken Intellektuellen vermittelte, der in den 68ern im Hamburger Michel so predigte, dass 2500 Studenten gebannt zuhörten.
Ich hatte das Glück, bei ihm 1976 ein Seminar zu politischer Ethik zu belegen (wie sich 25 Jahre später herausstellte: zusammen mit einer angehenden RAF-Terroristin …) und ihn in meinem ersten Fernsehfilm zu porträtieren. Insofern hat nicht allein „das Buch“, sondern auch der Autor „mein Leben verändert“. Warum ? Weil Helmut Thielicke erschütternden Ernst (z. B. die Karfreitags-Predigt 1947) mit selbstironischem Augenzwinkern („Pathetisches und Kurioses“) verbinden konnte. Weil ihn weder die Verzweiflung über Gottes Tatenlosigkeit im Leid noch die Ehrfurcht vor Gottes Erhabenheit im Heiligen davon abbrachten, sein Leben, die Kirche und die Gesellschaft dankbar, lebenszugewandt und menschenfreundlich mit dem Evangelium von Jesus Christus zu konfrontieren.
Gottes Regenbogen-Verheißung „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte“ aus Genesis 8,22 verband Helmut Thielicke lakonisch-weise mit dem programmatischen Wilhelm-Raabe-Zitat „So schönes Wetter – und ich noch dabei!“
Dafür werde ich ihm – und diesem Buch – immer dankbar sein.

Uwe Heimowski

Es fiel mir zufällig in die Hände. Beim Räumen einer Wohnung durfte ich es mitnehmen. Ich war wenige Jahre vorher aus einer Sucht heraus zum Glauben gekommen. Mein Glaube zu dieser Zeit war sehr eng – ohne diesen Halt wäre ich mit meiner Biographie damals kaum lebenstüchtig geworden. Nun stellte sich mir die Frage nach meiner Berufung. Ich hatte Erzieher gelernt, nun spürte ich, dass Gott mich in einen geistlichen Dienst führt. Wo sollte ich meine Ausbildung machen? Eine Uni kam nicht in Frage, in meinen Kreisen war sie als „liberal“ verschrieen. Doch nun fand ich dieses Buch, die Lebensgeschichte eines lutherischen Theologen, eines Professors für Ethik: Helmuth Thielicke, „Zu Gast auf einem schönen Stern. Erinnerungen“. Ich begann zu lesen, und das Buch zog mich in seinen Bann: dieser Mann liebte Jesus – und hatte eine unvorstellbare Weite in seiner Ethik oder im interreligiösen Dialog. Das kannte ich nicht. Es stellte mein Bild der Universitätstheologie auf den Kopf. Wie konnte einer so klar Christ sein – und zugleich so weit denken? Ich las alles von Thielicke, besonders seine Ethik und seine Predigtbändchen faszinierten mich. Und dann, wenig später, begann ich ebenfalls ein Theologiestudium an der Uni Hamburg. Es wurden unbeschreiblich gute sechseinhalb Jahre. Ich habe so viel gelernt, es hat meinen Horizont erheblich geweitet – und meinem Glauben nicht geschadet, im Gegenteil. Später wurde ich Pastor, unterrichte Sozial- und Wirtschaftsethik, arbeite heute für einen Abgeordneten im Bereich Menschenrechte. Ohne Helmut Thielickes Buch wäre das alles nicht geschehen.

Erstellt am 21. Februar 2013 von

Vom 14. bis 17. März 2013 findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Dieses Jahr sind wir als Verlag am Stand der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger e. V. (VEB) vertreten – Sie finden uns also an Stand 3-A103. Herzlich willkommen!

Zwei Ergänzungen hierzu: Am Donnerstag, 14. März liest Uwe Heimowski um 10.30 Uhr am Stand des Brunnen Verlages aus seinem neuen Buch (Halle 3, Stand 3-A302).

Und Blog-Leser Jürgen Meier wies uns freundlicherweise darauf hin, dass wir an dieser Stelle doch gleich einen Link zu Veranstaltungen bringen könnten – was wir hiermit gerne tun. Auf den Seiten der Leipziger Volkszeitung findet man ebenfalls Neuigkeiten rund um die Buchmesse, was sich besonders bei Programmänderungen empfiehlt. Und natürlich, auf den Seiten der Buchmesse findet man auch einen Geländeplan.

Erstellt am 19. November 2009 von

Anfang Januar 2010 ist der Neufeld Verlag wieder „live“ unterwegs – wir sind mit einem Infostand beim Christlichen Gesundheitskongress vom 21. bis 23. Januar 2010 in Kassel vertreten. Der Kongress bietet auch die Gelegenheit, unsere Autoren Dr. Heinrich Christian Rust oder Dr. Wolfgang J. Bittner zu erleben.

Vom 28. bis 30. Januar 2010 sind wir dann mit einem Infostand beim Willow Creek Leitungskongress in Karlsruhe zu finden. „Wachsen im Glauben, Lieben und Leiten“ lautet dessen Motto – und dazu haben wir ja eine Reihe exzellenter Bücher im Programm (und stricken gerade an den Frühjahrsneuerscheinungen, die wir dort zum Teil schon präsentieren). Prof. Dr. Johannes Reimer ist einer der Redner in Karlsruhe; sein neues Buch „Gott in der Welt feiern – Auf dem Weg zum missionalen Gottesdienst“ unter dem Motto „Stell dir vor, es ist Gottesdienst und alle wollen hin“ wird rechtzeitig zum Kongress erscheinen (Edition IGW).

Erstellt am 17. November 2009 von

Ich habe es an dieser Stelle ja schon einmal angedeutet: Diese Wochen sind für uns sehr spannend und beinhalten Wachstum und Veränderungen. Ich freue mich, dass – neben Ute Poysti, die sich bereits seit Sommer 2008 engagiert einbringt – nun auch mein Bruder Markus Neufeld im Verlag mitarbeitet. Darüber hinaus unterstützt uns Ute Kotzbauer seit kurzem in der Buchhaltung. Wir werden ein Team …

Zum 1. November 2009 sind wir als Verlag auch umgezogen – nach fast fünf Jahren in einem bzw. zwei Zimmern haben wir eine eigene Wohnung im Nachbarhaus bezogen: Drei Büros und eine große Küche, die uns vor allem als Lager und Versandraum dient. Geändert hat sich dabei nur unsere Haus-Nummer.

Neufeld Verlag
David Neufeld
VdK-Straße 19
92521 Schwarzenfeld

Das sind für uns in diesen Monaten durchaus große Veränderungen, die ich nicht ohne Zittern angegangen bin. Um so dankbarer bin ich für viele kleine und große Zeichen, dass Gott diese Schritte schon jetzt segnet – ich erlebe uns als getragen und habe den Eindruck, dass die Erweiterung unserer Kapazitäten in mehrfacher Hinsicht überfällig war. Wir gehen also sehr dankbar und gespannt in die nächsten Monate!

Erstellt am 1. Juli 2009 von

Christliche Texte sind gefragt wie nie. Für uns als Verlag ist das Grund genug, eine Zeitschrift mit christlichen Texten herauszugeben, die – anders als in christlichen Büchern – in kurzen Impulsen zu aktuellen Fragen Stellung bezieht.

Christliche Texte in der respect /// Ausgabe 05: Am Abgrund

Jeder Mensch kann in seinem Leben in Situationen kommen, in denen er nicht mehr weiter weiß. Ein Schicksalsschlag, eine lebensbedrohliche Krankheit, der Verlust der wirtschaftlichen Existenz, ein psychischer Zusammenbruch können das Leben von einem Augenblick zum nächsten aus der gewohnten, vermeintlich sicheren Bahn werfen. Wie gehen wir damit um, wenn wir selbst oder jemand, der uns nahe steht, in eine solche Lage gerät?

Menschen am Abgrund sind das Thema dieser 5. Ausgabe von respect ///. Dazu gibt es wie immer die gewohnten Rubriken, Begegnungen mit neuen Autoren und überraschende christliche Texte sowie ausführliche Buchbesprechungen.

Christliche Texte in Buchform von verschiedenen Autoren

Natürlich gibt es christliche Texte nicht nur in Zeitschriften wie respect ///, sondern auch in Buchform. In unserem Online-Shop präsentieren wir Euch christliche Texte unterschiedlichster Autoren. Klickt Euch doch einfach mal rein!

Erstellt am 19. März 2009 von

Ihr habt gedacht, ich schaff es nicht: Frauen erzählen, wie alles ganz anders kam. Nämlich viel besser“ heißt ein Buch, das Claudia Filker aus Berlin gerade im Aussaat Verlag herausgegeben hat. Schon beim Durchblättern stößt man auf eine ganze Reihe packender Geschichten. Auch meine Frau hat einen Beitrag über unsere drei außergewöhnlichen Söhne und unsere äußerst kurzen Schwangerschaften (die längste dauerte drei Monate, die kürzeste drei Stunden) verfasst…

Erstellt am 16. März 2009 von

Christliche Literatur hat viele Facetten. Sie basiert natürlich grundlegend auf den Aussagen der Bibel. Die Gebote der Bibel, das Alte und Neue Testament – sie bilden die Grundlage unseres Glaubens. Auf diesem Glauben basierend, beschäftigen sich unsere christlichen Autorinnen und Autoren mit verschiedenen Aspekten des Lebens.

In christlicher Literatur begegnet uns der Glaube in vielen Farben und Formen

Christliche Autoren möchten Erfahrungen und Erlebnisse, die sie in ihrem Leben gemacht haben, und ihre Glaubenseindrücke in Form christlicher Literatur verarbeiten. Eine Autorin berichtet beispielsweise vom viel zu kurzen Leben ihrer behinderten Tochter – und wie sie, mit Hilfe ihres Glaubens, lernte, mit dieser Behinderung umzugehen. Auch beim Tod des Kindes hat ihr der felsenfeste Glaube geholfen, mit der schmerzlichen Situation umzugehen. Und diese Geschichte ist nur eine von vielen Formen, die christliche Literatur annehmen kann.

Ein ungewöhnlicheres, aber nicht weniger interessantes Beispiel christlicher Literatur ist die Manga-Bibel. Sie beweist, dass Glaube und Religion nichts von ihrer Relevanz und Aktualität verloren haben und verpackt traditionelle Inhalte auf moderne Art und Weise. Besonders die ausdrucksstarken Bilder von Zeichner Ajibayp Akinsiku bleiben im Gedächtnis und zeigen, wie viel Nachdruck christliche Literatur besitzt.

Christliche Literatur hat nichts von ihrer Aktualität und Anziehungskraft verloren

Denn im Gegensatz zu manchen Annahmen, ist christliche Literatur alles andere als alt(backen) und sich selbst wiederholend. Christliche Literatur ist aktuell wie nie zuvor. Das belegen auch die zahlreichen und regelmäßigen hochwertigen Neuerscheinungen des Neufeld Verlages. Wir laden Sie deshalb ein, sich auf unseren Seiten einen umfangreichen Eindruck über unser Angebot christlicher Literatur zu machen.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.